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Landwirtschaft

Die lange Geschichte der Erbsen

Natur & Umwelt | Sonntag, 11. August 2019 15:43, Therese Schenker/LID.ch

Eine der ältesten von Menschen genutzten Hülsenfrüchte ist die Erbse. Dank ihres hohen Eiweissgehaltes war und ist sie für Menschen sehr wertvoll.

Es gibt weltweit über 250 verschiedene Erbensorten. Meist werden Erbsen eingefroren oder als Dosenerbsen konserviert, denn frisch sind sie nur kurz haltbar. So sind Erbsen das ganze Jahr über erhältlich. Wer aber frische Erbsen geniessen möchte, kann das am besten zwischen Juni und Juli tun. 

Die einjährige, krautige Pflanze ist gegenüber kalten Temperaturen relativ resistent. Bereits bei minus 5 Grad Celsius kann sie angepflanzt werden. Nur wenn die Erbse blüht ist sie empfindlich. Vor allem Trockenheit macht ihr zu schaffen und sie braucht genügend Wasser für ihr Wachstum.

Wenige Schädlinge
Schädlinge hat die Hülsenfrucht kaum aber sie mag keine Unkräuter. Durch die Symbiose mit den Knöllchenbakterien kann die Erbse Stickstoff fixieren und sich so auch an nährstoffarmen Standorten optimal versorgen. Spätestens alle zwei bis drei Jahre muss der Standort des Erbsenfeldes geändert werden.

Erbsen sind im Gegensatz zu den meisten anderen Hülsenfrüchten auch roh geniessbar. Ausserdem enthalten sie viel Vitamin C und B2 und sind sehr eiweissreich. 

Nährstoff-Quelle
Knöllchenbakterien bilden an den Wurzeln der Erbse Knöllchen, in denen sie leben. Sie binden den Stickstoff der Luft und versorgen die Pflanze damit. Dafür erhalten sie von der Pflanze zum Beispiel Wasser und organische Stoffe. So wird der Boden mit Nährstoffen angereichert und liefert der Folgekultur natürlich hergestellten Stickstoff, der sonst in synthetischer Form zugeführt werden muss.

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