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Schwein gehabt

Schweinekinder am Laufmeter im Zoo Basel

Zoo | Mittwoch, 15. Mai 2013, Zoo Basel/sk

So viel Schwein hatte der Zoo Basel wohl noch selten: Bei den Minipigs, den Wildschweinen und den Stachelschweinen hat es Nachwuchs gegeben.

Begonnen hat die Schweinerei am 6. April mit einem kleinen Stachelschweinmännchen. Rund 350 Gramm wog es bei der Geburt und seine Stacheln waren noch ganz weich. Zusammen mit sieben weiteren Stachelschweinen lebt es im Etoschahaus. Das Stachelschwein ist nur dem Namen nach ein Schwein. Es gehört zu den Nagetieren und ernährt sich vegetarisch von Knollen, Rinde, Wurzeln und Gemüse.

Im Zolli werden die eigentlich nachtaktiven Tiere mit einem Klicker-Training an tagaktives Verhalten gewöhnt. So können sie besser kontrolliert und beschäftigt werden. Die Stachelschweine haben gelernt, dass das Klicken jeweils mit einem Leckerbissen verbunden ist und kommen dann gerne aus dem Versteck. 

Hungrige Mini-Schweinchen
Am 22. April wurden die Minipigs Jack (5) und Jill (5) Eltern. Ihre acht Ferkel (drei Männchen, fünf Weibchen) dürfen seit wenigen Tagen auch auf die Aussenanlage. Sieben der Ferkel sind schwarz, eines ist rosa mit schwarzen Tupfen. Jack und Jill sind erfahrene Eltern. Ein oder zweimal pro Jahr haben sie Nachwuchs.

Zurzeit herrscht ein grosses Gedränge an den Zitzen von Mutter Jill. Besonders beliebt und entsprechend umkämpft sind die Plätze in der oberen Reihe des Gesäuges. Ihr Geburtsgewicht von um 300 Gramm haben die hungrigen Kleinen bereits mehr als verdoppelt. Minipigs sind Hausschweine und wegen ihrer Kleinwüchsigkeit bei privaten Haltern sehr beliebt. 

Neue Wildschweinrotte
Einen Tag nach den Minipigs gab es in der Wilschweinrotte Nachwuchs. Die drei einjährigen Wildschweine stammen aus den Tierparks Langenberg und Lange Erlen. Alle drei kamen am 21. März auf die neu eingerichtete Anlage und verstanden sich sofort sehr gut. Schnell fanden sie sich zu einer Rotte zusammen.

Nach ein paar Tagen stellte sich heraus, dass das Weibchen aus den Langen Erlen trächtig war und am 23. April gebar sie Frischlinge, wie man junge Wildschweine nennt. Bereits 1932 wurden im Zoo Basel Wildschweine im Tierbestand verzeichnet. Seither sind über 350 Junge zur Welt gekommen.

Freilebende Wildschweine sorgen in unseren Breitengraden vor allem für Negativschlagzeilen, da sie sich ihr Futter auch gerne auf Feldern suchen. Weibchen werden bereits mit sechs bis neun Monaten trächtig. Der erste Wurf ist meist noch nicht so gross, später können es dann zweimal jährlich bis zu zehn Frischlinge sein. Der Wildschweinbestand war in der Nachkriegszeit klein. Veränderungen in der Landwirtschaft und der verstärkte Maisanbau haben die Populationen regelrecht explodieren lassen.

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