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Zoogeburt

In Basel ist ein Flusspferdbaby geboren

Zoo | Freitag, 19. Juli 2013, nsn/pd

Flusspferdmutter Helvetia im Zoo Basel hat zum zehnten Mal Nachwuchs. Das Kleine wiegt über 30 Kilogramm und muss zum Trinken tauchen.

Am 17. Juli ist im Zoo Basel ein Flusspferd zur Welt gekommen. Einen Namen hat es noch nicht, da noch unklar ist, ob es sich um ein Männchen oder ein Weibchen handelt. Das Junge ist im Wassergraben auf der Aussenanlage zur Welt gekommen. Die 22-jährige Mutter Helvetia stupste es sofort mit der Nase in Richtung Ufer, wo es sich ausruhen konnte, wie der Zoo Basel mitteilt.

Der Tierpfleger vermutete bei Arbeitsbeginn am Mittwochmorgen, dass die Geburt kurz bevor stand. Helvetia war unruhig, ging aber trotzdem noch zum Fressen auf die Aussenanlage. Kurz nach neun Uhr begab sie sich in den Wassergraben und bald darauf schaute ein Köpfchen aus dem Wasser.

Der Vater muss Abstand halten
Vater Wilhelm (23) versuchte immer wieder einen Blick auf das Kleine zu erhaschen. Das passte Helvetia gar nicht. Kam er ihr zu nahe, scheuchte sie ihn mit unmissverständlichen Kopfhieben von sich weg. Die Erfahrung hat gezeigt, dass sich dies sich mit der Zeit legen wird. In wenigen Wochen wird man die ganze Familie beim gemeinsamen Bad beobachten können.

Um bei der Mutter zu trinken, muss das Kleine abtauchen. Etwa alle 30 Sekunden holt es kurz Luft. Das zwischen 30 und 50 Kilogramm schwere Junge ernährt sich zurzeit ausschliesslich von Muttermilch, erst in einigen Wochen wird es beginnen, feste Nahrung zu fressen. Die Trächtigkeit war, wie bei den voluminösen Flusspferden üblich, äusserlich kaum zu erkennen. Kurz vor der Geburt schwoll jedoch Helvetias Euter an, und sie begann Vater Wilhelm auf Distanz zu halten.

Damit sich die Beziehung zwischen Mutter und Kind ungestört festigen kann, ist es wichtig, dass sich Besucherinnen und Besucher den beiden möglichst leise nähern. Das Kleine ist das zehnte Junge von Wilhelm und Helvetia.

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