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Fotografie

Katzen, soweit das Auge reicht

Unterhaltung | Donnerstag, 22. Januar 2015 06:00, Niklaus Salzmann

Für ihre Bilderserie «Crazy Cat Lovers» hat die kanadische Fotografin Andréanne Lupien Fotos digital so zusammengesetzt, dass dieselbe Katze mehrmals im selben Bild auftaucht.

In der Kindheit von Andréanne Lupien deutete nichts daraufhin, dass sie mal zur Katzenliebhaberin werden würde. Im Gegenteil, die anderen Familienmitglieder litten unter Katzenallergie, weshalb sie kaum mit diesen Tieren in Kontakt kam. Erst als sie von zuhause auszog, kaufte sie sich eine Katze – eine Himalayan namens Colonelle. «Auf einmal habe ich das Phänomen der ‹Crazy Cat Lovers› verstanden», sagt sie.

Crazy Cat Lovers, verrückte Katzenliebhaber, so heisst die neue Fotoserie, aus der obige Bilder stammen. Zuerst suchte sie Freunde und Bekannte, danach machte sie einen Aufruf auf Facebook, es sprach sich herum, und so fand sie zwanzig Menschen, die sich mit ihren Katzen ablichten liessen. Die meisten von ihnen besitzen nur eine einzige Katze, doch dank der Photoshopkünste der Fotografin findet sich jedes Tier in den Fotos in diversen Positionen.

Ausstellung im Katzencafé
Andréanne Lupien besuchte die Leute zu Hause, die Fotos enstanden in der Stube, im Schlafzimmer, im Badezimmer, im Kinderzimmer. «Manchmal brauchte es wirklich viel Geduld, damit sich die Katze ans Fotografieren gewöhnte», erzählt sie. Jeweils während ein, zwei Stunden platzierte sie das Tier an verschiedenen Plätzen im Zimmer und lichtete es ab. Danach begann erst die richtig grosse Arbeit: Das digitale Zusammenfügen der Bilder. «Ich habe mir nicht aufgeschrieben, wieviel Zeit ich brauchte, aber es steckt enorm viel Präzision, Zeit und Geduld dahinter.» Insgesamt dauerte es eineinhalb Jahre, bis die Bilderserie bereit war.

Andréanne Lupien
Die Fotografin – wie könnte es anders sein – ist selber
Katzenliebhaberin.

(Bild: zVg)

Im vergangenen November hat die junge Fotografin die Bilder in Montreal, Kanada, ausgestellt. Nicht etwa in einer Galerie, nein, sie fand einen viel besser passenden Ort: Ein Katzencafé, wo die Besucher gleichzeitig Kaffee trinken, Katzen streicheln und ihre Bilder betrachten konnten.

Andréanne Lupien hat das Fotografieren bei einem Modefotografen gelernt. Danach studierte sie am Collège Marsan in Montreal, Kanada, Fotografie. Obwohl sie auf ihrer Website eine Reihe von «Selfies» (Selbstporträts) präsentiert, hat sie sich selber von der Bilderserie «Crazy Cat Lovers» ausgenommen. «Ich wollte auf jedem Foto andere Katzen haben», erklärt sie, «und da eine meiner Freundinnen, die ich in der Serie zeige, bereits eine Himalayan besitzt, zog ich es vor, nicht selber als Model zu posieren.» Doch eine «Crazy Cat Lover» ist Andréanne Lupien auf jeden Fall. «Ich liebe meine Katze», sagt sie. «Sie ist eine meiner besten Freundinnen!»

Website von Andréanne Lupien

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