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Zoogeburten

Zwei Rappenantilopen in Basel geboren

Zoo | Mittwoch, 1. April 2015, pd/nsn

Die jungen Rappenantilopen im Zoo Basel bewegen sich bereits geschickt auf ihren dünnen Beinen. Ihr Fell ist hell, die Hörner fehlen noch. So haben sie wenig Ähnlichkeit mit ihren Eltern.

Die Rappenantilopen Fara (8) und Chili (10) haben am 27. Februar und am 4. März je ein Junges geboren. Die Neugeborenen wogen 14,6 und 13 Kilogramm. Jetzt sind sie schon ein gutes Stück gewachsen und erkunden neugierig ihre Umgebung. Interessiert begutachten sie Stockenten und Störche, die sich auf der Anlage einfinden. Immer wieder fordern sie sich gegenseitig zu Spasskämpfen heraus.

Zurzeit kann man die Jungen auf der Anlage auch beim Säugen beobachten. Wie bei Rappenantilopen üblich, haben sie ihre Mutter aber in den ersten Tagen nur selten zu Gesicht bekommen. Rappenantilopenkinder halten sich nach der Geburt etwa drei Wochen lang allein versteckt. Die Mutter sucht das Junge anfangs nur zweimal täglich zum Säugen auf. Deshalb nennt man die Jungen «Ablieger».

Das ältere der jungen Rappenantilopen ist ein Männchen. Wie es die erwachsenen Böcke manchmal auch tun, stolziert es bereits mit gestreckten Beinen über die Anlage. Das andere Junge ist vermutlich ein Weibchen. Beide tragen noch das typisch helle Jugendkleid. Mit dem Älterwerden wird das hellbraune, flauschige Fell den dunklen Farbton der Erwachsenen annehmen. Im Moment zählt die Herde acht Tiere: fünf Weibchen, die zwei Jungen und ihr Vater Errol (8).

Bis zu 1,70 Meter lange Hörner
Von den für Rappenantilopen typischen, säbelartig nach hinten gebogenen Hörnern ist bei den Jungen noch nicht einmal der kleinste Stumpf zu sehen. Die Hörner werden bei den Weibchen bis zu einem Meter lang, bei den Männchen gar bis zu einem Meter siebzig. Sie werden vor allem für Ritualkämpfe unter den Böcken genutzt, wobei sich diese auf die Knie begeben und sich gegenseitig wegzudrücken versuchen. Aber auch Löwen, Wildhunde, Leoparden und Hyänen lassen sich von den langen Säbeln beeindrucken und ergreifen vor einer wütenden Rappenantilope die Flucht.

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