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Neue Hoffnung

In geschützten Regenwäldern tobt das Leben

Wildtiere | Samstag, 6. Februar 2016 09:00, msi

Mit dem Ziel, die Biodiversität in den geschützten Regenwäldern der Welt umfassend zu dokumentieren, werteten Forscher Kamerfallen-Daten aus. Und kamen zu erfreulichen Ergebnissen.

Über 1000 Kamerafallen aus 15 geschützten tropischen Regenwaldgebieten in Afrika, Südamerika und Asien, die zusammen über eine halbe Million Bilder pro Jahr schiessen, 244 verschiedene Wirbeltierarten, 511 Populationen, beobachtet über einen Zeitraum von drei Jahren. Diese unglaubliche Menge von Daten hat TEAM – ein Zusammenschluss von Conservation International, der Wildlife Conservation Societey und dem Smithsonian Tropical Research Institute – ausgewertet.

Die Forscher und Naturschützer kamen dabei zu überraschend positiven Ergebnissen. 22 Prozent der untersuchten Populationen waren zwar rückläufig, doch weitere 22 Prozent waren stabil und 17 Prozent verzeichneten sogar ein Wachstum. Die restlichen 39 Prozent konnten nicht häufig genug beobachtet werden, um einen Trend festzustellen.

Dennoch sind diese Nachrichten sehr erfreulich. Die Studie, veröffentlicht Ende Januar im Fachmagazin «PLOS Biology», zeigt, wie wichtig geschützte Habitate für den Erhalt der Biodiversität sind. Denn während man sonst fast überall von einem Rückgang der Vielfalt spricht, scheint hier das Gegenteil der Fall zu sein. Die Forscher hoffen auch, dass ihre Daten in Zukunft von Regierungen genutzt werden, wenn es darum geht, Entscheidungen für den Naturschutz zu fällen.

Wir zeigen Ihnen einige der Fotos der Kamerafallen oben in unserer Bildergalerie. Weitere Informationen und noch mehr Bilder finden Sie auf der Webseite des Tropical Ecology Assessment and Monitoring Networks (TEAM)

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