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Basel

Jööh! Zwei neue Löwen-Babys im Zolli

Zoo | Donnerstag, 2. Februar 2017, sda/msi

Die rund 15 Jahre alte Etosha-Löwin Okoa hat im Dezember zwei Junge zur Welt gebracht. Die tapsigen Kätzchen wagen sich nun dank des weniger kalten Wetters auch in die Aussenanlage.

Zur Welt gekommen sind die beiden Weibchen Nyoma (Swahili für «Tier» oder «wild») und Nikisha (die Hübsche) am 9. Dezember, wie der Zoo Basel am Donnerstag mitteilte. Die Geburt fand hinter den Kulissen in der Wurfbox statt, wo die Kleinen auch von Vater Mbali und der zweiten Basler Löwin Uma betreut wurden.

Uma ihrerseits hat vergangene Woche ebenfalls ein Junges geboren, welches leider nicht überlebte. Sie hilft jetzt, wie in einem Löwenrudel auch in der Natur üblich, bei der Aufzucht von Okoas Jungen. Mbali sei als liebevoller und extrem geduldiger Vater bekannt, der sich auch von den wildesten Spielen der Kleinen nicht aus der Ruhe lassen bringe.

Die beiden neuen Jungtiere werden vorerst etwas mehr als ein Jahr in der ihrer Gruppe verbringen. Erst dann wird entschieden, ob sie in Basel bleiben können oder in einen vom Erhaltungszuchtprogramm ausgewählten Zoo gehen.

Basler Löwen wichtig für Nachzucht
Das Erhaltungszuchtprogramm für die Etosha-Löwen aus den Gebieten südlich der Sahara besteht erst seit 2012. Ins Leben gerufen wurde es von der Europäischen Zoogemeinschaft, weil es in Afrika immer weniger Löwen gibt. Basler Junglöwen sind für das Erhaltungszuchtprogramm wegen der wilden Herkunft ihrer Eltern von besonderem Interesse.

Mbali, Okoa und Uma stammen aus Naturreservaten im Nordwesten Südafrikas, wo Löwen aus Südafrika angesiedelt wurden. Inzwischen sind die drei erwachsenen Basler Löwen rund 15 Jahre alt. Wegen ihres Alters haben sie kleinere Würfe und es ist laut dem Zoo fraglich, ob die beiden Weibchen nochmals Nachwuchs haben werden. Okoa und Uma hatten im Zolli letztmals 2015 für Nachwuchs gesorgt. Damals kamen drei Männchen zur Welt. Alle Drei bekamen in ausländischen Zoos ein neues Zuhause, zwei von ihnen in Leipzig, wo einer der Beiden tragischerweise im September nach einem Ausbruch erschossen werden musste («Tierwelt Online» berichtete).

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