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Säuli, Säuli und noch mehr Säuli

Es ferkelt an der BEA

Nutztiere | Dienstag, 30. April 2019, Meret Signer

An der BEA in Bern gibt es gleich mehrere Würfe Ferkel zu bestaunen. Die Kleinsten sind gerade mal neun Tage alt.

Ein Säuli läuft zu seiner Mutter, schnappt sich eine Zitze und beginnt zu säugen. Sogleich folgen drei Weitere. Ihre restlichen Geschwister zögern noch, bleiben noch ein wenig unter der Wärmelampe. Dann jedoch wuselt eins nach dem andern hinaus zu den Zitzen von Muttersau Lola. «Bei ihnen ist jetzt Abendessenszeit», lacht Schweinezüchter Fritz Güdel aus Kaltacker BE. Er stellt an der BEA 2019 in Bern eine Abferkelbucht aus, mit Edelschwein Lola und ihren neun Ferkeln drin. «So sieht es auch auf dem Betrieb aus», sagt er. Normalerweise bleiben Mutter und Junge während vier bis sechs Wochen zusammen in der Bucht.

Lolas Ferkel sind nur neun Tage alt und wirken im Vergleich zu ihrer Mutter noch wahnsinnig klein. An den Zitzen gibt es eine klare Hackordnung. «Aus der vordersten Zitze kommt am meisten Milch, aus der hintersten am wenigsten», erklärt Güdel. «Schon nach wenigen Tagen haben die Schweinchen untereinander ausgemacht, wer an welcher Zitze säugt.» Diese Ordnung bleibt während der ganzen Säugezeit bestehen. Das schwächste Säuli bekommt die letzte Zitze. Es ist auch deutlich kleiner als seine Geschwisterchen.

Während ihre Kleinen säugen, grunzt Mutterschwein Lola scheinbar zufrieden. Das Grunzen hat allerdings einen ganz praktischen Zweck: «Sie muss Grunzen, damit die Milch zu fliessen anfängt.»

Neugierig und schlau
In einer weiteren Bucht – einer Schaubucht, wie Güdel betont – tollen zwei weitere Würfe herum. Diese munteren Schweinchen sind 25 und 35 Tage alt – der Unterschied ist deutlich erkennbar. «Sie wachsen schnell.»

Im Streichelzoo beglücken Ferkel der Rasse Duroc die Kinder. Diese Säuli mit ihren schönen roten Borsten sind schon etwa drei Monate alt. Die neugierigen Tiere verbringen viel Zeit mit Spielen, freuen sich aber auch über die ihnen zuteilte Aufmerksamkeit. Alles muss beknabbert und beschnüffelt werden, auch die Hände und Schuhe der «Tierwelt»-Redaktorin – in den Streichelzoo dürfen zum Glück auch Erwachsene. Und die Tiere sind nicht nur neugierig, sondern auch schlau. Sie schaffen es nämlich zu zweit, einen Schuhbändel aufzuziehen, um danach genüsslich auf ihm rumzukauen.

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