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Tiere im Moor

Manche mögens feucht

Wildtiere | Mittwoch, 28. August 2019, Oliver Loga

In Mooren hat sich in den vergangenen Jahrtausenden eine einzigartige Lebensgemeinschaft entwickelt. Eine Vielzahl von Tierarten ist die extremen Bedingungen gewohnt. Und einige von ihnen kommen sogar nur in den geschützten Feuchtgebieten vor. 

Das Birkhuhn beispielsweise bewohnt normalerweise weite Moor- und Heideflächen. In der Schweiz kommt es auch im Bereich der Waldgrenze vor. Zur Nahrung der 45 bis 60 Zentimeter grossen Tiere zählen Blätter, Knospen und Früchte von Heidel- und Moorbeeren sowie Alpenrosen. Die Geschlechter unterscheiden sich deutlich in der Gefiederfärbung. Während der Hahn kontrastierend blauschwarz und weiss gefärbt ist, präsentiert sich die Henne in bräunlich tarnfarbenem Gefieder.

Ein weiterer Vogel im Moor ist der Baumpieper. Trotz seines unscheinbaren Äusseren mit  braunem Gefieder und gelbbrauner Brust fällt der Baumpieper auf. Der Grund dafür ist sein Singflug: Das Männchen fliegt von einer erhöhten Warte steil in die Luft, stimmt kurz vor der höchsten Stelle seinen Gesang an, der auch nicht verstummt, während es mit fallschirmartig ausgebreiteten Flügeln abwärtsgleitet. Das Schauspiel lässt der rund 15 Zentimeter grosse Vogel mit einer Folge von anschwellenden «zia-zia»-Lauten ausklingen.

Das Moor bewohnen aber auch viele Insekten. Zum Beispiel der Kleine Moorbläuling – eine Schmetterlingsart. Wie bei den meisten Bläulingen ist das Männchen des Kleinen Moorbläulings auf der Oberseite auffällig blau gefärbt. Das Weibchen ist dagegen braun bis schwarz. Das Vorkommen ist mehrheitlich auf intakte Moore mit Beständen von Lungen- und Schwalbenwurz-Enzian sowie spezifischen Wirtsameisen beschränkt. Von diesen lassen sich die Räupchen etwa Mitte September ins Nest tragen. Dank eines Duftstoffes werden sie für Ameisenlarven gehalten, adoptiert und gefüttert.

Weitere Moortiere zeigen wir Ihnen oben in unserer Bildergalerie.

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