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Katzenernährung

Rohfutter gefährdet Tier und Mensch

8 Kommentare Haustiere | Dienstag, 12. Februar 2019, Andrea Trueb

Seinen Hund oder seine Katze mit rohem Fleisch zu füttern, gilt heute als besonders artgerecht. Nun zeigen aber Studien, dass der Trend Gefahren birgt – und zwar für Tiere und Menschen.

Immer mehr Menschen füttern ihre Tiere mit rohem Fleisch. Die Befürworter dieser als Barf (Biologisch artgerechte Rohfütterung) bekannten Methode sind davon überzeugt, dass diese der natürlichen Lebensweise von Katzen und Hunden am ehesten entspreche und für die Tiere viel gesünder sei als die Fütterung mit industriell hergestellten Produkten. Neuste wissenschaftliche Untersuchungen dämpfen nun allerdings diese Euphorie. Sie zeigen nämlich auf, dass die Rohfütterung nicht unbedingt zur Gesundheit des geliebten Haustiers beiträgt, sondern im Gegenteil Risiken birgt. 

Auch in der Schweiz, wie eine kürzlich durchgeführte Studie der Universität Zürich unter der Leitung von Roger Stephan am Institut für Lebensmittelsicherheit und -hygiene der Vetsuisse-Fakultät nahelegt. Demnach sind manche der aus dem Handel erhältlichen Futtermittel nämlich mit Erregern kontaminiert, die zu ernsthaften Erkrankungen führen können – und zwar nicht nur beim Tier, sondern auch bei seinem Halter. 

Untersucht wurden 51 Proben von im Schweizer Handel erhältlichen Rohfuttermitteln von acht verschiedenen Anbietern. Die Produkte waren mit Fleisch von 13 verschiedenen Tierarten (vom Pferd über Strauss und Elch bis hin zur Ente) hergestellt und ungekocht eingefroren worden. Stephan und seine Mitarbeiter untersuchten die Proben mit Blick auf die Gesamtkeimzahl, Fäkal-Bakterien (Enterobakterien), Salmonellen sowie multiresitente Darmbakterien. Letztere gelten als ein medizinisches Problem, weil sie sich mit herkömmlichen Antibiotika nur mehr schwer behandeln lassen. Das kann dazu führen, dass einst gut bekämpfbare Erkrankungen tödlich enden.

Umgang mit Rohfleisch
Wer seine Tiere mit rohem Fleisch füttern will, sollte einige Vor-kehrungen treffen, um die Gefahr von Krankheitsübertragungen zu vermindern. Laut Annette Liesegang vom Institut für Tierernährung der Vetsuisse-Fakultät sollte das für die Fütterung vorgesehene Fleisch nicht lange bei Raumtemperatur und auch nicht zu lange im Kühlschrank gelagert werden. Die Ernährungs-Expertin empfiehlt zudem, die Futtermittel nicht am gleichen Ort einzufrieren wie die Lebensmittel für Menschen.
Die Aufbereitung des Fleisches sollte nicht an demselben Ort erfolgen wie die Essenzubereitung für die Menschen. Wichtig ist auch, dass Hunde- und Katzenhalter ihre Hände vor und nach der Zubereitung des Futters gründlich waschen und die entsprechenden Utensilien nur für die Tier- oder die Menschen-mahlzeiten verwenden.

 

Multiresistente Bakterien
Das Fazit der Studie lässt aufhorchen: «Barfen ist ein Risiko-Faktor», sagt Stephan. So wurden in zwei Proben Salmonellen entdeckt, die von der Katze oder dem Hund ausgeschieden, durch mangelnde Hygiene auf den Menschen übertragen werden können – was eine meldepflichtige Durchfallerkrankung zur Folge hätte. Noch alarmierender war aber die Anzahl der multiresistenten Darmbakterien, mit denen die Rohfuttermittel kontaminiert waren. Konkret wurden in 29 von 51 Proben (57 Prozent) sogenannte ESBL-bildende Bakterien gefunden, vielfach verschiedene Typen in ein- und demselben Produkt. 

Interessant sei dieses Ergebnis nicht zuletzt mit Blick auf eine Vorstudie, in der man bei Hunden mit Harn-Infekten besonders häufig diese ESBL-bildenden Bakterien gefunden habe, erklärt Stephan: «Nun vermuten wir, warum das so sein könnte  – das Futter könnte die Ursache der Besiedelung des Darmtraktes der Tiere sein. Die Bakterien einer Harnwegsinfektion stammen in der Regel aus dem Darmtrakt.» Auch Menschen können durch den Umgang mit solchen Rohfleischprodukten (siehe Kasten) oder den Ausscheidungen ihrer Haustiere diesen Bakterien exponiert sein, was in der Folge auch zu einer Besiedelung des Menschen führen kann. 

Weitere Studie warnt
Dass Barfen ein Risikofaktor sein kann, zeigen auch andere Studien. So hat ein Forscherteam der Universität Utrecht unlängst in den Niederlanden gängige Produkte untersucht (35 Proben von acht verschiedenen Anbietern). Unter anderem fanden die Forscher bei acht Produkten (23 Prozent) einen Kolibakterien-Typus, der zu Nierenversagen führen kann. 28 Produkte (80 Prozent) enthielten Kolibakterien, die gegen die meisten Antibiotika resistent waren. 

In 19 Produkten (54 Prozent) fanden die Forscher Listerien (Listeria monocytogenes), die beim Menschen Infektionen verursachen können. Sieben weitere Packungen enthielten Salmonellen, die meldepflichtige Durchfall­erkrankungen auslösen können. In zwei Produkten (6 Prozent) wurde zudem der Parasit Toxoplasma gondii nachgewiesen. Dieser Erreger wird nicht zuletzt von Schwangeren gefürchtet. Ausserdem wird seit einigen Jahren diskutiert, ob die Krankheit bei Menschen möglicherweise zu Verhaltensveränderungen führen kann. 

In der Ernährungsberatung am Institut für Tierernährung der Vetsuisse-Fakultät der Universität Zürich ist man sich der Gefahren bewusst. «In der Beratung weisen wir immer wieder auf die Risiken der Rohfütterung hin», sagt Institutsleiterin Annette Liesegang. In den meisten Fällen empfehle sie darum das Kochen der einzelnen Futtermittelkomponenten – insbesondere des Fleisches. Dies gelte vor allem für Tiere mit Immunschwächen und für Jungtiere, deren Immunsystem noch nicht voll ausgebildet sei. 

«Uns ist bekannt, dass beim Umgang mit tierischem Rohfutter auf die Hygiene geachtet werden muss. Daher achten wir darauf, dass unser Lieferant tierärztlich kontrolliert ist und unter strengen Hygienevorschriften produziert», sagt Monika Schwarb von der Firma «Mein Barf AG» in Ulmiz FR. Alle Kunden erhielten zudem beim Besuch des Barf-Grundkurses sowie bei der Erstellung von Futterplänen eine Beratung im Umgang mit rohem Frischfutter. Diese beinhalte unter anderem das Auftauen der Produkte, das Händewaschen sowie den Umgang mit dem Futtergeschirr, den Arbeitsflächen und den Futterstellen.

Kundschaft wird informiert
Laut Auskunft von Anita Bekier weist auch die Barfland AG aus Uster ZH ihre Kundschaft bereits heute in Form eines Newsletters regelmässig auf die nötigen Hygienemassnahmen im Umgang mit rohem Fleisch hin. Sie hält zudem fest, dass sie ihre eigenen Hunde bereits seit über zehn Jahren roh ernähre: «Wir wie auch unsere Vierbeiner erfreuen uns dennoch bester Gesundheit!» 

Wie gross das Risiko des Barfens wirklich ist, soll in Zürich nun weiter untersucht werden. Wichtig sei, dass die Hunde- und Katzenhalter sensibilisiert würden, sagt Roger Stephan: «Sie müssen wissen, dass mit der Rohfütterung Risiken verbunden sind.» Für ihn selbst ist bereits heute klar: «Meinen Hund würde ich mit Blick auf unsere Erkenntnisse nicht mit solchen Produkten füttern.»

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Kommentare (8)

Kareen am 18.02.2019 um 17:19 Uhr
Noch ergänzend, dass die Magensäure bei vollgebarften Katzen bei pH1 liegt und die Katzen bei einem intakten Immunsystem mit diesen Keimen sehr gut klar kommen. Zum Problem wird es erst, wenn Roh- mit Trocken- oder Dosenfutter gemischt wird.

Rasim am 18.02.2019 um 16:22 Uhr
Oh jesses! Rohfutter voller Keime! So der Lead auf dem Titelbild von Tierwelt. Katzen und Hunde nur mit gekochtem fleisch füttern! Aha, die erste Regel welche ein Welpe in der freien Wildbahn lernt ist: "Wie funktioniert ein Grill." Rohes Fleisch in einem Haushalt geht gar nicht laut dieser Studie. Da frage ich mich schon, wie ich in Zukunft meine Plätzli aus der Migros, Coop, oder Metzgerei nach Hause nehme und zubereite? Also denken ist oft Glücksache.PS. Mein Hund hatte nur dank barfen überlebt, nachdem zwei teure Diätfuttermittel versagt hatten.

Kareen am 18.02.2019 um 09:12 Uhr
Salmonellen bei Hunde und Katze sind in Deutschland meldepflichtig, aber nicht in der Schweiz. Wir barfen unsere Tiere seit 15 Jahren und hatte noch nie irgendwelche Probleme. Hygiene in der Küche ist bei allen Lebensmitteln selbstverständlich nicht nur bei der Verarbeitung mit Fleisch. Ich gebe meinem Vorschreiber Urs Buerki in allen Punkten recht. Als ich den Bericht gelesen habe, war der erste Gedanke, wer ist der Sponsor?

Urs Buergi am 16.02.2019 um 13:16 Uhr
Hier ein guter Bericht zur Untersuchung
https://youtu.be/h3fT5NHwzkw

urs buergi am 16.02.2019 um 13:02 Uhr
Gerne möchte ich noch hinzufügen, dann müssen wir das Fleisch vom Metzger , vom Coop vom Migros genauso untersuchen. Barffleisch sind Abschnitte und Schlachtnebenprodukte, von Tieren die zum menschlichen Verzehr geschlachtet werden.
Von kleinauf lernen wir alle, wer mit Rohfleisch handiert muss/soll sich hinterher die Hände waschen. Egal ob Fleisch vom Metzger oder sonst woher. Warum soll man das jetzt dem Barfers extra mitteilen, sind das dümmere Menschen ?
Es sollte bei TROFU draufstehen, bitte nach Berührung Hände waschen. Den wer in den TROFU Sack greift, oder diese ekeligen mit Fett und Geschmacksstoff besprühten Smarties in die Tasche steckt für unterwegs, der wäscht seine Finger nicht. Obwohl jedes Jahr Unmenge von Hunde sterben und Menschen erkranken. Jedes Jahr gibt es Rückrufe, TROFU kontaminiert mit Bakterien, Salmonellen, zuviel von jenem, zuviel ....
Bis dato gibt es keinen bestätigten Infos von erkranktem Hund oder Mensch durch BARF oder gar sogar Tote. Bei TROFU unzählige. Also Bitte.

hier ein paar Ausschnitte:

https://www.stern.de/weltweiter-rueckruf-von-hundefutter--hill-s-hat-probleme-mit-vitamin-d-8566522.html

https://www.aargauerzeitung.ch/schweiz/toedliches-hundefutter-hersteller-ruft-produkte-zurueck-134057890

https://pfotenhieb.wordpress.com/2009/05/27/wieder-ein-futterskandal-ruckruf-nutro-trockenfutter/

http://www.haustier-news.de/hundefutter-skandal/

Urs Buerki am 16.02.2019 um 11:36 Uhr
Seriöse Berichterstattung fängt da an, wo objektiv berichtet wird.
Interessant wäre zu erfahren wer die Studie bezahlt ?
Siehe hier: Das ist objektive Berichterstattung
Zitat von nadine Wolf :
https://www.der-barf-blog.de/2018/01/barf-gefaehrlich.html

Kritiker von Rohfütterungsmethoden führen immer wieder ins Feld, wie gefährlich BARF sei, weil das rohe Fleisch krankmachende Keime enthält. Diese Bakterien wären nicht nur für den roh gefütterten Hund ein Problem, sondern vor allem auch für die mit dem Tier im Haushalt lebenden Personen, vor allem Schwangere und kleine Kinder. Zur Untermauerung dieser Argumentation werden immer wieder Studien zitiert, die die Gefahr angeblich belegt haben. Aber ist dem so? Ist ein gebarfter Hund im Gegensatz zu einem mit Fertigfutter gefütterten Hund tatsächlich eine Art Biowaffe?

Bakterielle Belastung von Rohfleisch
Kürzlich wurde eine Studie zum Thema „Zoonotische Bakterien und Parasiten im Rohfutter für Hunde und Katzen“ veröffentlicht. Ein Forschungsteam der Universität Utrecht hatte 35 Rohfutterrationen untersucht und herausgefunden, dass diese (Überraschung!) bakteriell belastet waren und zudem auch noch Parasiten (in dem Fall Würmer) enthielten. Die Quintessenz der Studie lautet: Rohfütterung stellt eine Gefahr für Hund und Halter dar, denn die im Fleisch gefundenen Bakterien stellen auch eine Infektionsquelle für Menschen dar. Mehrere Veröffentlichungen in Zeitungen und Internetportalen griffen die Studie sofort auf, um völlig unreflektiert vor den unglaublichen Gefahren der Rohfütterung zu warnen oder eine Kennzeichnung von rohen Produkten mit Warnhinweisen zu fordern.

In der Studie wurden 35 Rohfutterproben untersucht, mit dem folgenden Ergebnis:



Bakterien bei BARF


Wie die Studie zeigt, ist rohes Fleisch – wie nicht anders zu erwarten war – nicht keimfrei, sondern enthält mitunter, auch krankmachende, Bakterien. Diese sind natürlich auch nicht ungefährlich. Das ist auch der Grund dafür, warum zur Vermeidung von Infektionen im Zusammenhang mit Fleischverarbeitung immer wieder auf passende Küchenhygiene (Schneidebrett und Messer in die Spülmaschine, Hände waschen) hingewiesen wird, denn diese Bakterien finden sich nicht nur in dem Fleisch, was im Hundenapf landet. Wir geraten auch dann mit ihnen in Kontakt, wenn wir ein Steak für uns verarbeiten. Nur essen wir das meistens nicht roh, sondern braten es. Das heißt aber nicht, dass die Pathogene nicht weiterhin an unseren Fingern kleben, wenn wir diese nicht waschen, nachdem wir das rohe Fleisch angefasst haben. Da wir das Fleisch für die Hunde gar nicht essen, fällt diese Infektionsquelle im vernünftigen Umgang mit Küchenhygiene also weg. Es bleibt nur der Hund als Infektionsquelle, denn er scheidet über den Kot oder über den Speichel ggf. Keime aus. Die dann auf welchem Wege in unserem Mund landen? Richtig, wenn man sich die Hände nicht wäscht…

Kann aus der o. g. Studie geschlossen werden, dass die Rohfütterung an sich ein Risiko für Mensch und Tier darstellt? Nein! Hierzu müssten weitere Studien durchgeführt werden. Es müsste untersucht werden, wie viele Hunde und Hundehalter tatsächlich wegen der im Fleisch befindlichen Pathogene erkranken und inwieweit sich die Infektionsrate von Nicht-Hundehaltern unterscheidet. Vor allem müsste dann untersucht werden, wie die Infektion erfolgt, also über die Handhabung des kontaminierten Fleisches oder weil der Hund die Bakterien direkt auf seinen Halter überträgt. Das war nicht Untersuchungsgegenstand der genannten Studie, wäre aber notwendig, um Rückschlüsse auf die tatsächlich mit der Fütterung einhergehenden Risiken ziehen zu können.

Weiterhin müsste überprüft werden, wie es um eine mögliche Kontrollgruppe bestellt ist: Wie sieht die bakterielle Belastung bei Fertigfutter aus? Wenn Hundefutter ein potenzielles Ansteckungsrisiko ist, müsste man dann nicht jede Art von Hundefutter untersuchen? Ja, müsste man. Wenn es bei der Forschung darum ginge, Wissen zu erlangen, also herauszufinden, ob Hundefütterung allgemein ein Risiko für Hund und Halter darstellen kann, hätte man das auch getan. Aber wie im Veterinärbereich leider häufig üblich, war die Erlangung von Wissen offenbar nicht das primäre Ziel (dass rohes Fleisch nicht keimfrei ist, wussten wir schon vorher).

Ist Fertigfutter keimfrei?
Warum es notwendig wäre, auch Fertigfutter hinsichtlich möglicher Risiken genauer zu untersuchen, zeigt ein Crowdfounding-Projekt namens „The Pet Food Test“, im Rahmen dessen 2015 unter der Leitung von Dr. Gary Pusillo und Dr. Tsengeg Purejav insgesamt 12 Futtersorten (Trocken- und Dosenfutter) für Hunde und Katzen analysiert wurden. Zwar wurden dabei andere Pathogene untersucht als in der Studie aus Utrecht, weswegen ein direkter Vergleich nicht möglich ist. Nichtsdestotrotz erfährt man, dass Trocken- und Dosenfutter ebenfalls nicht völlig unbedenklich zu sein scheint, im Gegenteil. Getestet wurde u. a. die bakterielle Belastung von Futterproben namhafter Hersteller (darunter Royal Canin, Hills, Frieskies, Cesar, Purina). Das Ergebnis lautete:



Bakterien im Fertigfutter


All diese Pathogene sind nicht minder gefährlich als die im Rohfutter gefundenen Keime. In 63 % der Fälle erweisen sich beispielsweise Acinetobacter als antibiotika-resistent. Auch einige Stämme von Pseudomonas, Streptokokken und Staphylokokken weisen entsprechende Resistenzen auf. Wie man gut erkennen kann, ist beim Fertigfutter der Anteil kontaminierter Proben recht hoch, in Gesamtheit sogar höher als im Rohfutter. Demnach muss man sich die Frage stellen, ob die Fütterung mit Fertigfutter nicht sogar gefährlicher für Hund und Halter ist als Rohfütterung. Schließlich muss auch hier der Halter das Futter anfassen und der Hund könnte als Ausscheider ebenfalls eine Gefahrenquelle darstellen. Warnhinweise wie etwa, dass man sich nach der Berührung von Trockenfutter die Hände waschen soll, sind auf der Packung dennoch nicht zu finden. Zumindest aber ist diese Untersuchung ein Hinweis darauf, dass es sinnvoll wäre, in einer unabhängigen Studie beide Fütterungsarten zu vergleichen und anschließend mittels Risikogewichtung eine Aussage zu treffen, an Stelle isoliert nur eine Fütterungsart zu betrachten.

Im Übrigen wurde im so genannten „Pet Food Test“ auch andere, für Fertigfutter typische Risikokomponenten untersucht: Sämtliche untersuchten Futterproben enthielten Mykotoxine (Pilzgifte) und in mehreren Fällen entsprach der auf der Packung angegebene Nährstoffgehalt nicht ansatzweise dem, was in der Packung enthalten war (z. B. massive Überdosierung von Calcium, Phosphor). Aber das ist ein anderes Thema.

Fazit
Sowohl in rohem Fleisch, als auch in Trocken- und Dosenfutter tummeln sich eine ganze Reihe von Bakterien. Einige davon sind krankmachend, stellen also möglicherweise eine Gefahr für Mensch und Tier dar. Wie hoch die Gefahr ist, wurde bisher nicht nachgewiesen, weil nicht untersucht wurde, ob Barfer sich häufiger mit solchen Krankheitserregern infizieren als andere Tierhalter oder Nicht-Tierhalter. Es ist auch unklar, ob Hunde ihre Besitzer direkt anstecken oder ob das nur ein theoretisches Risiko ist. Wichtig ist im Zusammenhang mit der Fütterung des Hundes – ob nun Rohfleisch, Trocken- oder Dosenfutter – ist und bleibt daher der hygienische Umgang mit dem Futter selbst und den Hinterlassenschaften des Hundes. Es empfiehlt sich, nach der Handhabung des Futters stets die Hände und die genutzten Gegenstände wie Näpfe, Messer oder Schneidebretter gründlich zu waschen. Gleiches gilt für die Handhabung von Hundekot. Wer hätte das gedacht…?

Skeptiker am 15.02.2019 um 13:39 Uhr
Da ja kaum Tiere explizit für die Herstellung von Tierfutter geschlachtet werden, frage ich mich ob das eigentliche Problem nicht eher die mangelhafte Tierzucht ist. Oder tauchen diese Erreger etwa nur in Fleisch auf, dass ich an Hunde verfüttere? Aber in meinem Essen ist es natürlich kein Problem...

Janine am 15.02.2019 um 09:10 Uhr
Ja, ja....da versuchen die Futtermittelkonzerne mal wieder mit Studien den Tierhaltern Angst zu machen. Da wir ja alle wissen, dass diese Konzerne skrupellos sind und auch in den TA-Gremien etc. sitzen, versuchen sie nun auch das BARFen mit Angst zu belegen...

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