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Geflügelzucht

Ringe machen den Unterschied

Geflügel | Mittwoch, 29. Mai 2019, Fabian Schenkel

Sind alle Hennen im Hof schwarz oder weiss, können sie kaum voneinander unterschieden werden. Wer bei der Nachzucht wissen möchte, welches Küken zu welchen Eltern gehört, muss seine Tiere markieren. Diesbezüglich gibt es verschiedene Varianten.

Die offizielle Kennzeichnung von Hühnern erfolgt mit dem nummerierten Fussring von Rassegeflügel Schweiz. Doch diese Ringe sind nicht abnehmbar und erst für Jungtiere ab dem Alter von zehn Wochen geeignet. Die Grössen sind exakt auf die Rassen abgestimmt, damit der Ring bei ausgewachsenen Tieren nicht einwächst. Damit die Kenntnisse über die Verwandtschaft erhalten bleiben, gibt es besondere Fussringe oder Flügelmarken. Drei Systeme von Kükenringen sind verbreitet: die «Spiralringe», die «Easy-Flex»-Ringe und die «Rings4Wings». 

Neu auf dem Markt ist ein Starterkit von «Rings4Wings». Die elastischen Ringe können mit einer Vorrichtung einfach über den Fuss der Küken gezogen werden. Die Ringe sind auf die fünffache Grösse ausdehnbar, um sie über die Füsse stülpen zu können. Verschiedene Farben sorgen für die Unterscheidung nach Vorfahren, und sieben unterschiedliche Grössen machen es möglich, die Ringe der Fussgrösse anzupassen. 

Eine einfache Handhabung ist bei den «Easy-Flex»-Ringen möglich. Dazu ist noch eine spezielle Zange von etwas über 20 Franken zu kaufen. Dafür ist das Aufziehen und Entfernen sehr einfach. Ein Starterset beinhaltet in drei verschiedenen Grössen – 5,8 und 10 Millimeter – jeweils fünf Ringe in drei unterschiedlichen Farben. Diese Ringe kommen vom selben Hersteller wie die offiziellen Fussringe von Rassegeflügel Schweiz. Unter den Züchtern sind sie der einfachen Handhabung wegen sehr verbreitet. 

Die dritte Variante sind «Spiralringe», welche nicht patentiert und auch nicht überall erhältlich sind. Bei diesen Ringen ist jedoch das Auf- und Abziehen etwas mühsamer, weil jede einzelne Spirale um den Fuss zu wickeln ist.

Kennzeichnung erwachsener Hühner
Die «Resi»-Metall-Flügelmarken sind heute nur noch schwer im Handel zu finden. Verbreiteter sind ähnliche Marken aus Kunststoff, jedoch von geringerer Lebensdauer. Der Einsatz ist bei beiden gleich: Durch einen feinen Stich in der Flügelhaut werden die Marken befestigt. Auf diesen sind dreistellige Zahlen angebracht. Dadurch können auch Küken in grösseren Beständen bestens voneinander unterschieden werden. Beim Einsatz von Flügelmarken ist eine stetige Kontrolle gefragt. Im schlimmsten Fall entzündet sich die Haut um die Marken he­rum, was eine Entfernung notwendig macht. 

Wer keine Flügelmarken verwenden will, kann auch mit den «EZ-Lockrings» von «Rings4Wings» arbeiten. Die unterschiedlich gefärbten Ringe sind nummeriert. So lassen sich die Tiere ganz genau unterscheiden. Die Ringe sind mit einem Schnappmechanismus einfach zu verschliessen. Sie können nur mit gezieltem Druck durch einen Kugelschreiber wieder geöffnet werden. Die Ringe sind keineswegs nur für Jungtiere geeignet. Besonders die gross geschriebenen Zahlen machen es möglich, auch erwachsene Tiere im Hühnerhof eindeutig zu identifizieren. Dies ist bei den offiziellen Fussringen aus der Ferne nicht so einfach möglich. Offizielle Fussringe sind für die Teilnahme an Geflügelausstellungen übrigens ein Muss und den Mitgliedern von Rassegeflügel Schweiz vorbehalten. 

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