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Argentinien

Forscher entdecken ersten Leuchtfrosch

Wildtiere | Montag, 20. März 2017, sda/afp/msi

Wissenschafter haben in Argentinien durch Zufall den ersten fluoreszierenden Frosch der Welt entdeckt. Die Fähigkeit, zu leuchten, war zuvor bei Amphibien noch nie beobachtet worden.

Der «Polka dot tree frog» (Hypsiboas punctuatus, auf deutsch «gepunkteter Baumfrosch») wurde per Zufall als Leuchtfrosch enttarnt.

Die Forscher vom Naturwissenschaftlichen Museum von Bernardino Rivadaiva untersuchten eine Baumfroschart namens Hypsiboas punctatus auf ihre Pigmente hin. Da bemerkten sie, dass die normalerweise dezent gelbbraune Haut der Amphibien unter UV-Licht plötzlich neongrün leuchtet. «Wir waren sehr aufgeregt», sagte Julian Faivovich von dem Forscherteam.  

Wie die Forscher weiter berichte, verwende der Frosch ganz andere fluoreszierende Moleküle, als andere fluoreszierende Tiere. Deshalb könne die Entdeckung möglicherweise zur Entwicklung neuer fluoreszierender Stoffe beitragen. Zudem werfe sie neue Fragen zur visuellen Kommunikation zwischen Amphibien auf.  

Fluoreszenz ist die Fähigkeit eines Organismus, Licht in kurzen Wellenlängen zu absorbieren und in längeren Wellenlängen wieder abzugeben. Das führt zu einem Leuchten des Lebewesens. In völliger Dunkelheit kann Fluoreszenz daher nicht stattfinden, da kein Licht vorhanden ist, das absorbiert werden könnte. Im Gegensatz dazu steht die Biolumineszenz, bei der Organismen ihr eigenes Licht chemisch herstellen (lesen Sie hier mehr über leuchtende Tiere).

 

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