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Bärenland

Serbischer Zirkusbär zieht nach Arosa

Wildtiere | Montag, 16. April 2018, sda

Der letzte Zirkusbär Serbiens wird der erste Bewohner des Bärenlands in Arosa. Bis zu seiner Rettung im Herbst 2016 lebte das Tier in einem winzigen, vermüllten Metallkäfig ohne Schutz vor Regen und Sonne.

Nach jahrelangen Qualen zieht der noch namenlose Bär voraussichtlich im Juli in das Bärenland Arosa ein, das im August eröffnet wird. Das teilten Arosa Tourismus und die Tierschutzorganisation Vier Pfoten am Sonntag mit. Zuvor hatten die «SonntagsZeitung» und der «SonntagsBlick» darüber berichtet.    

Der 11-jährige Bär ist eine Kreuzung zwischen Europäischem Braunbär und Eisbär und bringt rund 350 Kilogramm auf die Waage. In seinem Käfig im heute geschlossenen serbischen Zirkus Corona in der Stadt Srbobran konnte sich das gross gewachsene Tier laut Communiqué nicht einmal aufrichten – und das vermutlich jahrelang.    

In Serbien gebe es seit 2009 ein Wildtierverbot in Zirkussen. Es sei daher anzunehmen, dass der Bär über Jahre nicht aufgetreten sei und seinen Käfig kaum verlassen habe können.

Bär braucht Zahnbehandlung  
Im November 2016 hatten serbische Behörden unter Mithilfe von Vier Pfoten den Bären konfisziert. Das Rettungsteam fand damals noch zwei weitere Braunbären, die heute im Bärenwald Müritz im Nordosten Deutschlands leben. Übergangsweise lebe der Bär im Zoo Palic in Nordserbien. Dort zeige er sich bislang sehr aktiv und freundlich, auch gegenüber Artgenossen in benachbarten Gehegen. Da er sich nun mehr bewegen könne, habe er seit seiner Konfiszierung deutlich an Muskelmasse zugelegt.    

Allerdings benötige er dringend eine Zahnbehandlung, ein Teil seines Kiefers scheine stark beschädigt zu sein. Denn durch die jahrelange Fehlernährung hätten seine Zähne sehr gelitten.    

Das Bärenland in Arosa bietet dem Bären und weiteren Artgenossen auf rund drei Hektaren Gehege mit zahlreichen Beschäftigungsmöglichkeiten, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Dort werde der ehemalige Zirkusbär dann auch seinen offiziellen Namen erhalten.

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