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Wildtierunfälle in St. Gallen

Polizei reduziert Höchstgeschwindigkeit

Wildtiere | Dienstag, 29. Januar 2019, sda

Wegen vielen Unfällen mit Wildtieren wird die Höchstgeschwindigkeit auf einigen St. Galler Staatsstrassen vorübergehend reduziert.

Auf den Staatsstrassen um Bad Ragaz SG, Sennwald und Wartau wird die Höchstgeschwindigkeit vorübergehend von 80 auf 60 Kilometer pro Stunde (km/h) reduziert. Der Grund: Die grosse Unfallgefahr wegen der Wildtiere, die sich wegen des Schnees in der Nähe der Strassen aufhalten.    

Nach Absprache mit dem Amt für Natur, Jagd und Fischerei sei die Herabsetzung der Geschwindigkeit verfügt worden, teilte die St. Galler Polizei am Dienstag mit.    

Wegen des vielen Schnees seien zahlreiche Wildtiere in tiefere Lagen ausgewichen, erklärte Polizeisprecher Florian Schneider gegenüber Keystone-SDA. Unter anderem seien grosse Herden von Hirschen unterwegs. Die Tiere befänden sich nicht nur auf Futtersuche, sondern würden auch vom Salz angezogen, das sie von den Strassen leckten.

Zu kurze Reaktionszeit  
Die Situation sei aussergewöhnlich, so Schneider. Allein in der letzten Woche kam es in der Region zu 15 Unfällen mit Wildtieren. Zum Glück sei es bisher bei Sachschäden geblieben.      

Bereits sei «ein ganzer Wald von Warnschildern» aufgestellt worden. Messungen hätten nun aber gezeigt, dass die Tempolimiten sowohl tagsüber als auch nachts immer wieder überschritten worden seien. Bei hohen Geschwindigkeiten sei aber die Reaktionszeit zu kurz.

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