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Wallis

Grosser Rat hat kein Erbarmen mit Munggen

1 Kommentare Wildtiere | Mittwoch, 13. März 2019 13:15, sda

In Zermatt VS sind Murmeltiere so zahlreich, dass sie als Plage gesehen werden. Im Herbst schossen Jäger deshalb Dutzende der Nager. Ein Postulat, das Gnade für die Munggen forderte, wurde abgelehnt.

170 Murmeltiere brachten Jäger auf Anordnung des kantonalen Jagdamts zur Strecke. Aber die Massnahme erregte die Gemüter der Touristen und bewegte einige Walliser Parlamentarier zum Handeln. Der Walliser Grosse Rat liess sich jedoch nicht erweichen. Er lehnte das Postulat mit 85 zu 29 Stimmen bei 6 Enthaltungen deutlich ab.    

Die Postulanten hatten vorgeschlagen, dass die Murmeltiere betäubt, eingefangen und anderen Orten wieder ausgesetzt statt getötet werden sollten. Das seien keine schönen Bilder für den Tourismus, sagte Michaël Graber (SVP), einer der Postulanten.    

Viele Parlamentarier erachteten die im Postulat vorgeschlagenen Massnahmen als unverhältnismässig. «Murmeltiere mögen es nicht überall», gab Urban Furrer (CVP) zu bedenken. Zudem stellten die Baue und Gänge der Nager, die auf Weiden schwer zu sehen sind, eine Gefahr für Bauern und Nutztiere dar. Es habe bereits Unfälle gegeben, warnte Franziska Biner (CVP).

Kommentare (1)

grau andreas am 13.03.2019 um 15:28 Uhr
Nach dem-CVP-lastigen Grossarat des Wallis sollen also die Murmeltiere abgeschossen werden?! Wie wär's wenn die Walliser bei den nächsten Wahlen mal die CVP abschiessen? Es gibt noch andere Wahlmöglichkeiten, die CVP, die offenbar vergessen hat wofür das "C" in ihrem Kürzel steht könnten wir getrost auch vergessen.

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