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Botswana

Elefantenjagd-Verbot ist aufgehoben

Wildtiere | Donnerstag, 23. Mai 2019 10:44, sda afp

Botswana will Elefanten wieder zum Abschuss freigeben: ein Verbot der Elefantenjagd wird nach nur fünf Jahren wieder aufgehoben.

Die Elefantenpopulation sei mittlerweile ausreichend gross und beeinträchtige die Landwirtschaft, erklärte das Umweltministerium in Gaborone am Mittwoch. Der Entscheid dürfte aber bei Artenschützern für Kritik sorgen.  

Die Jagd auf Elefanten war in dem im südlichen Afrika gelegenen Land erst 2014 unter dem damaligen Präsidenten Ian Khama verboten worden. Im vergangenem Jahr trat dessen Nachfolger Mokgweetsi Masisi sein Amt an - und binnen weniger Monate begann eine Überprüfung der Entscheidung.

«Konflikte zwischen Menschen und Elefanten»
Dabei hätten sich die befragten Experten für eine Aufhebung ausgesprochen, erklärte das Umweltministerium weiter. Zur Begründung verwies die Behörde auf eine steigende Zahl der «Konflikte zwischen Menschen und Elefanten» und deren Folgen für das Einkommen von Bauern.

Botswana hat mit rund 135'000 Tieren die grösste Elefantenpopulation in Afrika. Einige Experten gehen sogar mehr als 160'000 Exemplaren aus, fast dreimal so viele wie vor 30 Jahren. Die Tiere leben in nicht umzäunten Naturparks und dringen auch auf die Felder von Bauern vor, wo sie Schäden anrichten. Die Aufhebung des Jagdverbots dürfte der regierenden Demokratischen Partei (BDP) bei der Parlamentswahl im Oktober vor allem in ländlichen Gebieten weitere Stimmen bringen. 

Auch wenn die Zahl der Elefanten sich in einigen Gebieten Afrikas erhöht hat, ist sie nach Angaben des Internationalen Naturschutzverbands IUCN innerhalb des vergangenen Jahrzehnts insgesamt um rund 110'000 auf 415'000 gefallen.

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