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Nummer gestrichen

Vorerst keine Löwen mehr im Zirkus Royal

1 Kommentare Wildtiere | Montag, 19. August 2019, msi/PD

Der Circus Royal hat seine Löwennummer aus dem Programm gestrichen– aus wirtschaftlichen Gründen. Der Schweizer Tierschutz zeigt sich erfreut.

Am 8. August gab der Circus Royal auf Facebook bekannt, die Raubtierdarbietung per sofort aus dem Programm zu nehmen. «Dies ist kein Kniefall vor den Tierrechtsorganisationen sondern eine reine wirtschaftliche Entscheidung», beteuerte der Zirkus im Facebook-Post. «Sollten wir jedoch in Zukunft einen Partner finden welcher in eine unserer Produktionen passt werden auch bei uns im Circus Royal wieder Raubtiere auftreten.» Die drei Löwen und ihr Dompteur Thomas Lacey jedenfalls sind nicht mehr zu sehen.    

Wie der Schweizer Tierschutz STS in einer Medienmitteilung vom Freitag schreibt, sei das Aus der Löwennummer eine gute Nachricht. Die Haltung von Grosskatzen im Zirkus werde schon lange bemängelt: «Zwar werden die gesetzlichen Minimalanforderungen in der Regel eingehalten, doch sorgen die häufigen Ortswechsel, der Transportstress und die vielen Aufführungen für zusätzliche Belastungen der Tiere.»    

Nicht geeignet für Zirkus
So habe der STS im Frühling eine Vorführung des Zirkus Royal besucht und bei den Löwen Abwehrverhalten sowie Zeichen von Aggression und Angst beobachtet. Zudem sei der Geräuschpegel im Zirkuszelt extrem hoch gewesen – was für die Tiere eine unangenehme und unnatürliche Umgebung darstelle. Der STS lehne solche Tierspektakel ab, schreibt er.    

Der Tierschutz sei der Meinung, dass die derzeitigen gesetzlichen Grundlagen hierzulande nicht genügen, um in einem Zirkus eine artgemässe Tierhaltung zu gewährleisten und dass gewisse Tierarten für das Mitführen auf Tournee und die Präsentation in der Manege nicht mehr in Frage kommen dürfen. Dazu gehören laut STS Grosskatzen aber auch Bären, Nashörner, Elefanten, Flusspferde oder Menschenaffen.

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Kommentare (1)

Olivier Bieli am 19.08.2019 um 15:10 Uhr
Schweizer Skandal-Zirkus Royal: Zirkus Royal und sein fragwürdiger Direktor Skreinig sorgen immer wieder für Negativ-Schlagzeilen in Sachen Tierhaltung, Hygiene, Wirtschaftlichkeit und Konkursen. Tiere sind den zweifelhaften Machenschaften Skreinigs hilflos ausgeliefert. Es gibt nur eine einzige Möglichkeit, diesem Fremdschäm-Zirkus den Gar auszumachen: Boykott. Ohne verkaufte Tickets macht der Saftladen mit den unglücklichen Tieren hoffentlich bald dicht.

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