Sie sind hier: TierweltAktuellZoo

Neue Vorschriften

Mehr Beschäftigung für Zirkustiere

2 Kommentare Zoo | Dienstag, 10. Februar 2015, sda

Tierschützer fordern immer wieder ein Verbot von Tieren im Zirkus. So weit geht der Bund in einer neuen Verordnung nicht, die Tiere sollen aber fleissiger artgerecht beschäftigt werden. Die Vorschriften treten im März in Kraft.

Zirkustiere dürfen während der Tournee weiterhin ausnahmsweise in kleineren Gehegen gehalten werden. Die betroffenen Tiere müssen jedoch neu mindestens dreimal pro Tag art- und bedürfnisgerecht beschäftigt werden.

Als Beschäftigung gelten Trainingseinheiten, Vorführungen oder anderweitige Aktivitäten inner- oder ausserhalb des Geheges. Das sieht eine neue Amtsverordnung vor, welche die Vorschriften der Tierschutzverordnung konkretisiert, wie das Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) am Dienstag mitteilte.

Mehr Angaben für Ausnahmen erforderlich
Bisher ist lediglich vorgeschrieben, dass Zirkustiere, die «häufig und regelmässig in der Manege ausgebildet, trainiert oder vorgeführt werden», während der Tournee ausnahmsweise in kleineren Gehegen untergebracht werden dürfen. Während des Winterhalbjahrs muss das Gehege von Zirkustieren den Mindestabmessungen für Zoogehege entsprechen. Ist der Zirkus auf Tournee, können Ausnahmen gewährt werden – die Fläche des Innengeheges zum Beispiel darf um maximal 30 Prozent reduziert werden.

Wie bisher darf ein Zirkus auch künftig maximal alle zwei Wochen von dieser Ausnahmebewilligung Gebrauch machen. Künftig muss er beim Beantragen der Bewilligung jedoch noch detailliertere Angaben machen: So muss er beispielsweise angeben, wie er die Tiere beschäftigen will, wie es beim BLV auf Anfrage hiess.

Das BLV präzisiert in der per 1. März 2015 in Kraft tretenden Verordnung auch die Vorschriften für die Haltung von Laufvögeln, Hirschen und anderen Wildtieren. Konkret werden zum Beispiel die Anforderung an Futter, Witterungsschutz, Bodenbeschaffenheit und Beleuchtung der Gehege beschrieben.

Kommentare (2)

Lindenkamp am 11.02.2015 um 10:14 Uhr
Tierschützer sollen sich um Kinderzimmer kümmern???
Das doch peinlich.
Es gibt so viele vernünftige Erwachsene (solche wie Zosso Ivo),
die keine Tierschützer sind,
sollen die sich doch um Kinderzimmer kümmern!!!

Zosso Ivo am 11.02.2015 um 06:49 Uhr
In den meisten Kantonen ist wohl die Grösse der Tiergehegen und Stallungen vorgeschrieben, aber die Grösse eines Kinderzimmers ist nicht bestimmt. So planen Architekten Zimmer unter 10m2 da ab 10m2 der Einkauf in Schutzräume zwingend ist. So ist die "Haltung" von Kindern für die Tierschützer nicht so wichtig.

Kommentar schreiben


Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zu kürzen, als Leserzuschriften im Heft abzudrucken oder auf die Publikation zu verzichten.

Galerien Alle Galerien