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Rapperswil

Knies Kinderzoo trauert um Elefantenkuh

Zoo | Freitag, 12. Juni 2015, pd/nsn

In Knies Kinderzoo in Rapperswil ist die zweitälteste Elefantenkuh Sumatra im Alter von 53 Jahren an Nierenversagen gestorben. Nun kommt eine jüngere Elefantenkuh aus dem Zirkus Knie nach Rapperswil.

Sumatra kam 1964 als Jungtier nach Rapperswil und war viele Jahre mit dem Zirkus Knie auf Tournee. Nach ihrer Zeit im Zirkus erfreute sie viele Besucher des Kinderzoos, wie der Kinderzoo mitteilt. Mit 53 Jahren erreichte Sumatra ein für Asiatische Elefanten hohes Alter.

Anzeichen von Tuberkulose
Mit Siri, 52, Claudy, 53, und Patma, 54, leben noch drei weitere sehr alte Asiatische Elefanten in Knies Kinderzoo. Das Alter stelle grosse Herausforderungen an die Tierpflege und Veterinärmedizin, schreibt der Kinderzoo in seiner Mitteilung. Wegen Ihres Gesundheitszustandes und einem Verdacht auf Tuberkulose wurde Sumatra in Absprache mit dem Kantonalen Veterinärdienst zusammen mit den beiden anderen an starken Alterbeschwerden leidenden Elefantenkühen Siri und Patma seit November 2014 getrennt von der übrigen Herde gehalten.

In Zusammenarbeit mit dem Institut für Veterinärpathologie der Universität Zürich wurde unverzüglich nach dem Tod von Sumatra eine umfassende Autopsie durchgeführt. Die Untersuchungen bestätigten als Todesursache ein akutes Nierenversagen. Weiter wurden im Tier tuberkulöse Veränderungen festgestellt. Damit habe sich der vorsorgliche Entscheid, Sumatra zusammen mit Patma und Siri von der gesunden Herde zu trennen und ohne Publikumskontakt zu halten, als richtig erwiesen.

Jüngere Zirkuselefantenkuh soll für Nachwuchs sorgen
Die Geschäftsleitung der Gebrüder Knie Schweizer National-Circus AG habe sich entschieden, die gesunde Elefantengruppe im Kinderzoo mit der 29-jährigen MaPalaj zu ergänzen. Sie ist die Jüngste der drei Elefanten, die derzeit mit dem Zirkus auf Tournee sind. MaPalaj befindet sich in einem zuchtfähigen Alter und soll mittel- bis langfristig für weiteren Nachwuchs im Elefantenpark «Himmapan» in Rapperswil sorgen. Auf das Programm „phénoménal“ des Circus Knie habe die Integration von MaPalaj in die Herde des Elefantenparks in Rapperswil keine Auswirkungen. Die Elefantennummer sei weiterhin zu sehen.

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