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Zoo Basel

Der jüngste Klammeraffe ist wohl ein Junge

Zoo | Freitag, 11. März 2016, pd/nsn

Bei den Klammeraffen im Zoo Basel hat es Nachwuchs gegeben. Das Junge verbringt die ersten Monate eng bei der Mutter.

Das noch namenlose junge Klammeräffchen, das am 19. Februar im Zoo Basel zur Welt gekommen ist, ist das sechste Kind der zwanzigjährigen Mutter Tequila. Vermutlich ist es ein Männchen; da die Mutter es aber die ganze Zeit eng am Körper trägt, ist es schwierig, dies mit Sicherheit zu erkennen. Sobald das Geschlecht klar ist, wird das Junge einen Namen erhalten, wie der Zoo Basel mitteilt.

Klammeraffenkinder beginnen erst mit etwa sechs Monaten ihre Umgebung zu erkunden und mit rund einem Jahr dann auch mit den älteren Geschwistern zu spielen. Gut zwei Jahre wird es dauern, bis das Junge dann mehr oder weniger unabhängig von der Mutter sein wird, so wie zurzeit seine zweijährige Schwester Kuna. Vater des Jungen ist Ferdinand, 23 Jahre alt.

Klammeraffe
Ist es wirklich ein Junge? Noch ist sich der Zoo nicht ganz sicher?
Bild: Zoo Basel

Männchen haben engere Kontakte untereinander
Je nachdem, ob das Kleine männlich oder weiblich ist, wird es einen unterschiedlichen Lebenslauf haben. Weibchen bleiben länger bei der Mutter und suchen sich, wenn sie mit etwa drei Jahren in die Pubertät kommen, eine neue Gruppe. Männchen lösen sich mit zwei bis zweieinhalb Jahren vollständig von der Mutter und suchen ihren Platz in der Gruppe unter den Männern. Die Männchen leben sehr eng zusammen und bilden den sozialen Kern der Gruppe. Die Weibchen leben eher am Rande und haben lockere Verbindungen. Ähnlich wie Schimpansen pflegen sich die Männchen untereinander das Fell und umarmen sich oft, um die sozialen Verbindungen untereinander zu festigen.

Klammeraffen leben in mehreren Arten und diversen Unterarten in den Regenwäldern Mittelamerikas. Gruppen von bis zu vierzig Individuen, die von territorialen Männchen verteidigt werden, ziehen durch die oberen Stockwerke der Urwaldriesen. Schwing-hangelnd bewegen sich die Trapezkünstler entlang regelrechter Ast-Strassen, wobei von Baumkrone zu Baumkrone Flüge bis zu zehn Meter möglich sind.

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