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Zoogeburt

Ein Schimpansenbaby im Basler Zoo

Zoo | Mittwoch, 13. April 2016, pd/nsn

Schimpansin Kitoko hat im Zolli zum zweiten Mal ein Kind geboren. Sie zeigt sich als fürsorgliche Mutter. Auch bei den Panzernashörnern gibt es Zuwachs, allerdings nicht ganz so jungen.

Am frühen Morgen des 6. April entdeckten die Tierpfleger im Zoo Basel ein neugeborenes Schimpansenbaby. Es war schon sehr aktiv, klammerte sich an der Mutter Kitoko fest und trank auch schon bei ihr. Das Kleine ist ein Männchen, es erhielt den Namen Nkombe, wie der Zoo mitteilt.

Die 22-jährige Kitoko ist eine sehr fürsorgliche Mutter. Sie ist in einer grossen Familie aufgewachsen und konnte im Zoo Basel Benga (36) bei der Betreuung ihrer Tochter Lazima (1) beobachten. Zuvor konnte man im Zoo Basel über eine allfällige Schwangerschaft von Kitoko nur mutmassen. Bei Schimpansen ist es zwar möglich, einen Schwangerschaftstest für Menschenfrauen anzuwenden, Kitoko hatte sich jedoch immer geschickt den Versuchen der Tierpfleger, etwas Urin aufzufangen, entzogen.

Gefährliche Krankheit hinter sich
Im September 2013 kam Kitoko zusammen mit ihrer Schwester Fifi aus dem Zoo Leipzig in den Zoo Basel und integrierte sich gut. Im August 2014 gebar sie ihr erstes Kind, welches leider nach vier Monaten verstarb. Einige Monate später wurde Kitoko schwer krank. Sie litt an einer Hirnhautentzündung, vermutlich als Folge einer Borreliose-Infektion. Das Tierpfleger- und Tierärzteteam konnte mit unermüdlichem Einsatz ihr Leben retten. Als es ihr wieder besser ging, wurde sie kurz darauf schwanger. Der Vater ihres Kindes ist mit höchster Wahrscheinlichkeit Kume (12), welcher ebenfalls im September 2013 aus dem Zoo Osnabrück nach Basel kam.

Unter Menschenaffen sind Schimpansen die aktivsten. In Zoos werden sie heute vermehrt in grösseren Gruppen mit mehreren männlichen Schimpansen gehalten. Unter diesen kann es auch grob zu und her gehen. Ansonsten sind Schimpansen untereinander freundlich und verbringen viel Zeit damit, sich gegenseitig das Fell zu pflegen. Dieses sogenannte «Grooming» dient vor allem dazu, die sozialen Bande zu festigen.

Panzernashorn Saar
Die Panzernashornkuh Saar soll für Nachwuchs sorgen.
Bild: Zoo Basel

Nashornkuh aus Holland importiert
Ein anderes neues Tier in Basel ist schon etwas älter: Die 16-jährige Panzernashorn-Zuchtkuh Saar. Sie kam am 19. März im Basler Zoo an, legte rasch ihre Scheu ab und spazierte laut Medienmitteilung schon bald über die Anlage, als wäre sie schon lange da zu Hause. Der erste Kontakt durch das Gitter mit der Basler Kuh Quetta verlief ausgesprochen freundlich.

Wenn Saar die Anlagen sehr gut kennt und auch auf die Kommandos der Pfleger hört, wird sie mit einem Bullen zusammengeführt. Im niederländischen Amersfoort, wo sie zuvor gelebt hat, brachte sie bereits ein Jungtier zur Welt und zog es erfolgreich auf.

Der Zoo Basel verfügt über 60 Jahre Erfahrung in der Panzernashornzucht. Am 14. September 1956 war zum allerersten Mal in einem Zoo ein Panzernashorn zur Welt gekommen. Mittlerweile verzeichnet der Zoo Basel 34 Panzernashorngeburten.

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