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Kindersegen

Vier junge Rentiere im Basler Zolli

Zoo | Samstag, 14. Mai 2016 08:00, msi/PD

Zwischen dem 20. April und dem 6. Mai sind im Zoo Basel vier gesunde Rentiere zur Welt gekommen. Für den Zolli ist der Kindersegen ein Erfolg – früher gelang die Zucht oft nicht.

Die kleinen Rentiere folgten ihren Müttern bereits kurz nach der Geburt und tranken in den ersten Stunden die wichtige Kolostralmilch, die reich an Antikörpern ist und die Jungen in den ersten Lebenswochen, bevor das eigene Immunsystem ausgebildet ist, vor Krankheiten schützt. Dies sei gerade bei Rentieren besonders wichtig, den, die Jungtiere seien sehr empfindlich, teilt. der Zoo Basel mit. Die Kleinen seien nach ihrer Geburt von Tierärzten untersucht worden und haben zusätzliche Vitamine und Antikörper zur Stärkung erhalten.

Im Zolli seien die Rentierkälbchen früher oft zu schwach gewesen – dank verbesserter Fütterung und einer neuen genetischen Zusammensetzung der Gruppe gäbe es nun jedes Jahr reichlich Nachwuchs, heisst es in der Mitteilung weiter. Dank der ausgesprochen fettreichen Muttermilch wachsen die Jungen in kürzester Zeit sehr schnell. In der Natur ist dies überlebenswichtig, denn in der Tundra kann es bereits im September bitterkalt werden.

Heikle Esser  
Das Leben im hohen Norden bringt es auch mit sich, dass Rentiere ausgesprochen nähstoffreiche Nahrung zu sich nehmen müssen. Sie ernähren sich in freier Wildbahn vor allem von energiereichen Flechten. Obwohl Rentiere anatomisch denselben Aufbau des Magen-Darm-Traktes haben wie Kühe, würden sie auf einer Graswiese verhungern. Im Zolli bekommen sie deshalb ein spezielles Futter aus einem späten Heuschnitt und kleingeschnittenem Gemüse.

Wussten Sie, dass Rentiere ausserdem die einzige Hirschart sind, bei der die Weibchen ein Geweih tragen? Und dass Rentiere beim Gehen klicken? Mehr über diese und andere erstaunliche Fakten über das Rentier lesen Sie hier.

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