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Unfall

Kind aus Gorilla-Gehege gerettet

Zoo | Montag, 30. Mai 2016, sda/dpa

Ein vierjähriger Bub ist in einem Zoo in den USA ins Gorilla-Gehege gestürzt und von einem ausgewachsenen Silberrücken umhergezogen worden. Mit der Erschiessung des Tieres konnte der Junge gerettet werden.

Im Zoo von Cincinnati im Osten der USA hatte sich am Samstag ein vierjähriger Bub durch ein Schutzgeländer gezwängt und war daraufhin mehrere Meter tief in die Affengrube gestürzt. Zwei weibliche Gorillas konnten noch rechtzeitig aus dem Gehege geholt werden, aber der knapp 200 Kilogramm schwere Silberrücken blieb drinnen. Rettungskräften zufolge zog das Männchen den Jungen umher, bevor ihn ein Notfallteam des Zoos erschoss.

Der Junge wurde in ein Spital gebracht. Augenzeugen sagten dem Sender WLWT 5, der Junge sei zu diesem Zeitpunkt noch bei Bewusstsein gewesen. Über seinen Zustand machte der Zoo keine Angaben, Medienberichten zufolge war er aber nicht lebensbedrohlich verletzt worden und soll sich auf dem Weg der Besserung befinden.

Betäubung zu langsam
«Das ist ein rundum schrecklicher Tag», sagte Zoodirektor Maynard. Die Entscheidung der alarmierten Sicherheitskräfte zum Abschuss des seltenen Tieres sei schwierig, aber richtig gewesen, weil sie dem Jungen damit das Leben gerettet hätten. «Das Kind wurde nicht angegriffen, aber es hätten alle möglichen Dinge passieren können», erklärte er. «Er war ganz sicher einem Risiko ausgeliefert.» Der Bereich mit dem Gorilla-Gelände wurde bis auf weiteres für Besucher geschlossen.

Mehrere Sender veröffentlichten ein Video, das ein Augenzeuge von dem Vorfall gemacht haben soll. Darauf ist zu sehen, wie der Gorilla in einer Ecke im Wasser vor dem Jungen sitzt. In der nächsten Szene sitzt der Junge zwischen seinen Beinen. Der Gorilla greift nach ihm. Maynard sagte, eine Betäubung des 17 Jahre alten Gorillas namens Harambe sei nicht infrage gekommen, weil der Effekt zu langsam eingesetzt hätte und die Reaktion des Tieres unkalkulierbar gewesen wäre.

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