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Berner Bärin

Berna findet in Bulgarien die Liebe

Zoo | Freitag, 1. Juli 2016 08:00, msi

Am 26. Juni 2016 wurde im Zoopark Dobrich in Bulgarien «Hochzeit» gefeiert – dann nämlich durften die Berna und ihr Angebeteter Kostadin zum ersten Mal zu einander. Zuvor hatten sie sich monatelang durch ein Gitter angeschmachtet.

Im Frühling 2015 kamen drei junge Bären für ein halbes Jahr in den Zoopark Dobrich, weil ihre eigene Anlage in einem anderen Tierpark in Bulgarien saniert wurde. Zwei von ihnen gingen im Herbst wieder nach Hause – einer blieb. Der vierjährige Jungbär Kostadin war dazu auserkoren, Partner der 2009 im Tierpark Bern geborenen Berna zu werden. Die Bärin lebt seit 2013 in Bulgarien.

Das Verhalten der beiden Tiere habe von Anfang an darauf hingedeutet, dass die beiden miteinander harmonieren werden, schreibt der Tierpark Bern, der die Bärenanlage in Dobrich mitgestaltet hat und den bulgarischen Zoo auch weiterhin unterstützt. Der Herbst sei aber wegen der bevorstehenden Winterruhe für eine Zusammenführung heikel und es sei entschieden worden, die Beiden erst in der nächsten Paarungszeit zu einander zu lassen.

Liebe ohne Unterbruch
Bis dahin lebten die Bären in ständigem Sichtkontakt in angrenzenden Anlagen. Als es dann am Morgen des 26. Juni soweit war, gab es bei Konstadin und Berna kein Halten mehr. Nach vier Minuten habe Berna bemerkt, dass der Schieber zwischen den Anlagen offen war und sei zu Kostadin hinüber getrottet , schreibt der Tierpark. Nach einem kurzen Beschnuppern und Ringen hätten sich die Beiden dann bis zum Abend ohne Unterlass gepaart – ein normales Verhalten für ein Männchen und ein Weibchen nach einer Zusammenführung. Das eine Mal sei es Kostadin gewesen, der Berna dazu aufgefordert habe, das andere Mal war es umgekehrt. 

Nachwuchs wird es allerdings bei den liebestollen Bären keinen geben: Kostadin ist sterilisiert. Wie der Direktor der Berner Tierparks, Bernd Schildger, gegenüber dem «Bund» sagte, sei es wichtig, dass Tiere in Gefangenschaft ihr natürliches Verhalten ausleben können. Ob sie dabei Junge bekommen oder nicht, sei ihnen «völlig egal».

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