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Schneeleopardin gestorben

Zoo Zürich nimmt Abschied von Dshamilja

Zoo | Montag, 4. Februar 2019, sda

Das Zürcher Schneeleoparden-Weibchen Dshamilja ist tot. Sie musste am Montag im Alter von knapp 19 Jahren eingeschläfert werden. Dshamilja war als Jungtier aus den Fängen von Wilderern befreit worden. 

Im Alter von etwa fünf Monaten wurde die Schneeleopardin von Wilderern in einer Schlagfalle gefangen, wie der Zoo Zürich mitteilte. Sie verlor dabei etwa ein Drittel ihres rechten Hinterfusses.    

Einer spezialisierten Anti-Wilderer-Einheit gelang es, sie auf dem Schwarzmarkt in der kirgisischen Hauptstadt Bischkek zu konfiszieren. Das Tier wurde Ende 2000 nach Deutschland gebracht und im Wildpark Lüneburger Heide gesund gepflegt.

Im Sommer 2001 kam Dshamilja dann im Rahmen des Europäischen Erhaltungszuchtprogramms EEP nach Zürich, wo sie 2014 ihr erstes Jungtier zur Welt brachte. Diesem folgten, jeweils im Abstand von zwei Jahren, sechs weitere. Alle Jungen zog sie erfolgreich auf. Als Gründertier leistete Dshamilja einen wertvollen Beitrag zur genetischen Diversität der Zoopopulation der Schneeleoparden.      

Dshamilja mit Baby
Jööh: Dshamilja 2014 mit ihrem ersten Baby.
  Bild: Zoo Zürich, Peter Bolliger

 

Obwohl ihre Fussverletzung gut verheilte, wurde ein hinkender Gang zu ihrem Erkennungszeichen, wie es in der Mitteilung heisst. Trotzdem kannte sie keine Einschränkungen im ausgelassenen Spiel mit ihrem Nachwuchs, mit dem sie sich teils rasante Verfolgungsjagden lieferte.      

In den letzten Wochen zeichnete es sich allerdings ab, dass Dshamiljas Kräfte zu Ende gingen. Sie wurde knapp 19 Jahren alt und erreicht damit ein für Schneeleoparden hohes Alter.

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