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Gentechnik

US-Behörde bewilligt Gentech-Lachs

Nutztiere | Samstag, 21. November 2015 16:00, sda/afp/dpa

In den USA darf erstmals ein gentechnisch verändertes Tierprodukt verkauft werden. Die US-Lebensmittelbehörde FDA genehmigte den Verkauf von Atlantischen Lachsen, die durch eine genetische Modifikation schneller wachsen.

Normalerweise dauert es 30 Monate, bis ein Atlantischer Lachs ausgewachsen ist. Wurde er hingegen mit Genen pazifischer Lachse behandelt, verkürzt sich die Wachstumsphase auf 16 bis 18 Monate. Derartige genetisch modifizierte Speisefische werden unter dem Namen AquAdvantage Salmon wird von der Firma AquaBounty Technologies im US-Bundesstaat Massachusetts hergestellt. Die US-Lebensmittelbehörde FDA genehmigte nun nach mehrjähriger Prüfung den Verkauf dieser Lachse.

Die Gen-Lachse könnten gefahrlos gegessen werden, erklärte die FDA. Der AquAdvantage Salmon sei so nahrhaft wie andere atlantische Lachse, die nicht gentechnisch verändert wurden. Es gebe keine biologisch relevanten Unterschiede zwischen den Ernährungsprofilen der Fische. Eine spezielle Kennzeichnung der Verpackungen sei nicht nötig. Die FDA-Genehmigung schränkt allerdings ein, dass AquaBounty Technologies die Gen-Lachse nur in zwei bestimmten Aufzuchtstationen in Kanada und in Panama züchten darf.

Die Zulassung des AquAdvantage Salmon ist umstritten, Konsumentenschützer hatten vor Gesundheitsrisiken gewarnt. Ausserdem bestünden Gefahren für andere Fische, wenn einer der genetisch modifizierten Lachse in die freie Wildbahn gelange. Ob und wenn ja, wann der genetisch modifizierte Lachs nun aber wirklich in Läden und Restaurants kommen könnte, ist bislang noch nicht klar.

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