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Biologische Landwirtschaft

Knospe-Futter ab 2019 nur noch aus Europa

Nutztiere | Freitag, 4. Dezember 2015, pd/nsn

Die Biofuttermittelbranche unter der Leitung von Bio Suisse lässt nur noch Knospe-Futter aus Europa zu. Diese Weisung tritt ab Anfang 2017 schrittweise in Kraft.

Produzenten, Mischfutterhersteller, Importeure und der Detailhandel haben sich auf die Vereinbarung «Knospe-Futtermittel aus Europa» geeinigt, wie Bio Suisse mitteilt. Die neue Regelung betrifft hauptsächlich Soja. Der Import dieses wichtigen Proteinträgers führte in den letzten Jahren zu einer immer stärkeren Abhängigkeit von China, von wo im Jahr 2014 70 Prozent des Sojas stammte.

Ab 2017 muss der Anteil von europäischem Soja mindestens 40 Prozent und ab 2018 mindestens 70 Prozent betragen. Ab 2019 muss dann sämtliches importiertes Knospe-Futtermittel aus europäischem Anbau stammen. Die neue Branchenvereinbarung ersetzt das bisher geltende Reglement zur Reduktion von Sojaimporten aus China.

Der Sojabedarf in der Schweiz übersteigt zurzeit die Verfügbarkeit von Knospe-Soja aus Europa. Die europäische Produktion soll deshalb weiter ausgebaut werden. Aus diesem Grund fördert das Forschungsinstitut für biologischen Landbau (FiBL) in Ländern Osteuropas den Soja-Anbau. Die neue Vereinbarung entspricht laut Bio Suisse auch den Erwartungen der Konsumenten, welche die Glaubwürdigkeit der Bio-Fütterung mit Futtermitteln aus Übersee zunehmend infrage stellten.

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