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Tierschutz

Kameras gegen Tierquälerei in Israels Schlachthöfen

9 Kommentare Nutztiere | Freitag, 15. Januar 2016 12:00, Niklaus Salzmann

Die israelische Regierung macht Ernst mit Tierschutz: Um Tierquälerei zu vermeiden, werden in sämtlichen Schlachthöfen des Landes Kameras installiert.

In den vergangenen Jahren haben Tierschützer mehrere Fälle von Tierquälerei in israelischen Schlachthöfen aufgedeckt. So ist in einem Video, das heimlich aufgenommen wurde, unter anderem zu sehen, wie ein Mitarbeiter eines Schlachthofs ein lebendes Hühn gegen den Boden wirft und sich zwei streitende Männer mit Hühnern bewerfen. Der Schlachthof wurde inzwischen geschlossen, doch das reichte dem Landwirtschaftsminister Uri Ariel nicht.

Um weitere Fälle von Tierquälerei in Schlachthöfen zu vermeiden, werden bis Ende 2016 in allen fünfzig Schlachthöfen Israels Kameras installiert. Dies hat das israelische Amt für Landwirtschaft verfügt, wie die «Jerusalem Post» berichtet. Die Bilder werden rund um die Uhr direkt zu den Inspektoren des Veterinärdienstes übertragen. Das Amt will so seine Nulltoleranz gegen Tierquälerei demonstrieren.

Video-Verbote in den USA
Während sich also in Israel die Regierung konsequent gegen Tierquälerei in Schlachthöfen einsetzt, ist in den USA der umgekehrte Trend zu beobachten. Auch dort werden Tiere misshandelt – so zeigen Aufnahmen einer Tierschutzorganisation, wie kranke und verletzte Kühe mit Gabelstapler herumgeschoben werden. Jedoch haben mehrere US-Staaten Gesetze erlassen, um Videoaufnahmen in Schlachthöfen zu verbieten. Statt etwas gegen die Tierquälerei unternommen wird, wird also einfach das Hinschauen verboten.

Auch aus Europa sind schon Missstände auf Schlachthöfen bekannt geworden. So berichteten die Medien 2012 über Grossschlachthöfe in Deutschland, in denen Tiere – insbesondere Schweine – leiden mussten, weil sie nicht richtig betäubt wurden. In der Schweiz gelten strengere Tierschutzgesetze als in der EU, jedoch steht die auch hier praktizierte Betäubung mittels Kohlendioxid zuweilen in der Kritik. Es dauert etwa zehn bis fünfzehn Sekunden, bis ein Schwein bewusstlos wird, und in dieser Periode scheint es unter Erstickungsgefühlen zu leiden. Der Schweizer Tierschutz (STS) hält die CO2-Betäubung aber derzeit trotzdem für die beste Methode, wie «Der Bund» kürzlich schrieb.

Nach der Publikation dieser Videoaufnahmen wurde der Schlachthof der Fleischerei Soglowek geschlossen:

Aufnahmen aus einem Schlachthof in den USA:

Kommentare (9)

Schalk am 10.04.2016 um 12:14 Uhr
Das muss ein Ende haben, nur weil die Tiere eh dem Tod geweiht sind, behandelt man sie wie Dreck? Die westliche Welt verfettet zusehends, die Quälereien auf den Schlachthöfen nehmen kein Ende. Profitgier, Verrohung und Dummheit überrollen uns. Wo endet das noch?

Sylvia Hirschberg am 09.04.2016 um 07:53 Uhr
Jedes Tier verdient höchsten Respekt. Ein Wesen mit Gefühlen und Schmerzempfinden.

Gabi Janssen am 06.04.2016 um 14:36 Uhr
Die Menschheit muss sich schämen. Hier werden LEBEwesen wie Dreck behandelt. DAS muss umgehend beendet werden!!!!!!

Sabine bodero am 26.03.2016 um 19:26 Uhr
Please stop this cruelty!

dagmar gyaki am 01.03.2016 um 01:15 Uhr

Die Zeit ist immer richtig, um das Richtige zu tun.
(Martin Luther King)

Evelyn traubner am 19.01.2016 um 21:53 Uhr
Jedes Lebewesen verdient es respektvoll behandelt zu werden .

ingrid voigt am 19.01.2016 um 10:57 Uhr
tierquälerei gehört schwer bestraft.in jedem Land. Gerade im Schlachthof kann man muss man Tiere anständig behandeln. Da haben Tierquälerei Misshandlung nichts zu suchen. Fristlose Kündigung sadisticher grausamer Tierquäler.

gigi eberl am 19.01.2016 um 09:23 Uhr
wenn die Schlachthäuser aus Glas wären , würde keiner mehr ein Fleisch essen !!!

Martina Patterson am 16.01.2016 um 23:49 Uhr
Der Regierung in Israel übernimmt mit ihrer konsequenten Entscheidung eine lobenswerte Vorreiterrolle!
Die Gesetzgebung in den USA wird von skrupellosen Agrar-Wirtschaftsbösen manipuliert, Tier- und Menschenrechte sowie Umweltschutz werden reiner Profitgier untergeordnet. Deswegen müssen wir uns alle gemeinsam mit aller Kraft gegen TTIP wehren!

Um die Schlachttiere in Europa vor diesen unerträglichen Grausamkeiten in den Schlachthöfen zu schützen, haben wir eine EU-Petition gestartet und haben insgesamt über 45.000 Unterschriften gesammelt:

EUROPAWEITE VIDEOÜBERWACHUNG AN SCHLACHTHÖFEN UND DOKUMENTATION
http://www.petitionen24.com/europaweite_videouberwachung_an_schlachthofen_und_dokumentation

Auf der geöffneten Seite ganz nach unten scrollen, dort kann man dann unterschreiben.

Infos auf unserer Webseite
http://www.europewide-cctv-in-all-slaughterhouses.eu/petition-at-de-ch/

Bitte unterstützen Sie unsere Petition und geben auch Sie den Millionen Schlachttieren Ihre Stimme. Danke!

Mit tierfreundlichen Grüßen,
Martina Patterson


EUROPEAN ALLIANCE FOR CCTV IN SLAUGHTERHOUSES
Jane Goodall Institute - Austria
End Ecocide Org - Austria
Scotland for Animals - UK
Viva Org - UK
KAALE Kent Action against Live Exports (Velika Britanija)- UK
SAV Serbian Voice for Animals (Velika Britanija) - UK
ARAN Animal Rights Action Network - Ireland
ADDA ONG – Spain
Animal Equality – Spain
Animals Voice - Romania
FNPA Federatia Nationala pentru Protectia Animalelor – Romania
Rolda Deutschland Org
VOCAL CRETE – Greece
ANIMAL LIFE - Switzerland
EPAR-OIPA SRBIJA - Serbia
Veganska iniciativa - Slovenia
EYES ON ANIMALS - Netherlands
ETN e. V. - Protection of Animals and Nature in Europe - Germany
PROVIEH VgtM e.V. - Germany
Martina Patterson (Individual capacity, Germany)
Lisa Boldizsar (Individual capacity, Austria)


Die Zeit ist immer richtig, um das Richtige zu tun.
(Martin Luther King)

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