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Der Bund soll die Freiberger-Zucht stärker fördern

Nutztiere | Dienstag, 7. Juni 2016, Letzte Schweizer Pferderasse

Der Bundesrat muss prüfen, wie der Geburtenrückgang bei Pferden der Freibergerrasse gestoppt werden könnte. Der Ständerat hat ihn am Montag damit beauftragt.

Mit 33 zu 7 Stimmen nahm die kleine Kammer ein Postulat der jurassischen CVP-Ständerätin Anne Seydoux an. Nun muss der Bundesrat einen Bericht vorlegen. Landwirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann argumentierte vergeblich, ein Bericht sei unnötig, der Bund unterstütze die Zucht bereits.

Nach dem Willen des Ständerates soll der Bundesrat insbesondere prüfen, ob alle nach den WTO-Abkommen zulässigen Möglichkeiten genutzt werden, um die Zucht zu schützen. Der Freiberger sei ein ausgezeichnetes Freizeitpferd, doch er sei einer übermächtigen ausländischen Konkurrenz ausgesetzt, sagte Seydoux.

Rückgang um über 44 Prozent
Die Anzahl Geburten bei der Freibergerrasse sinke seit zwanzig Jahren kontinuierlich: 1995 seien 3639 Fohlen in der Schweiz registriert worden, 2015 seien es nur noch 2019 gewesen. Das entspreche einem Rückgang um über 44 Prozent. Während der letzten Jahre habe sich der Rückgang noch beschleunigt.

Die Freibergerrasse sei die letzte Rasse schweizerischer Herkunft, gab die Jurassierin zu bedenken. Die Schweiz habe sich mit der Unterzeichnung des Übereinkommens von Rio über die biologische Vielfalt zu ihrem Erhalt verpflichtet. Doch diese Rasse sei gefährdet. Damit sei auch das Wissen der Züchterinnen und Züchter gefährdet. Es brauche also zusätzliche Massnahmen, um den Trend der sinkenden Bestandszahlen aufzuhalten.

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