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Pferdeklinik in Avenches in Bedrängnis

Nutztiere | Freitag, 4. November 2016, sda

Das Nationalgestüt in Avenches VD verliert möglicherweise seine Pferdeklinik. Grund sind die vom Parlament verordneten Sparmassnahmen.

In einer Interpellation hat der Waadtländer FDP-Nationalrat Olivier Feller dem Bundesrat Fragen zur geplanten Schliessung der Pferdeklinik am Nationalgestüt in Avenches durch das Bundesamt für Landwirtschaft. Der Bundesrat erachtet «diesen Aufgabenverzicht als zumutbar», schreibt er in seiner Antwort vom Mittwoch. Dies, weil Forschung im Bereich Pferdemedizin keine Hauptaufgabe von der Verwaltungseinheit Agroscope sei und weiterhin zwei Universitäten eine Pferdeklinik betreiben.

Die Vetsuisse-Fakultät der Universität Bern und die Pferdeklinik des Nationalgestüts sind bereits 2012 zum Schweizerischen Institut für Pferdemedizin (ISME) zusammengeschlossen worden. Derzeit werde mit der Universität Bern nach Lösungen gesucht. Laut Bundesrat wären von der Klinik-Schliessung sechs Personen betroffen. Ob es zu Entlassungen kommt, ist noch unklar, wie Agroscope auf Anfrage mitteilte. Die Verhandlungen liefen noch, das Resultat werde 2017 umgesetzt. Agroscope muss rund 6,2 Millionen Franken einsparen. Die Existenz des Schweizerischen Nationalgestüts sei in keiner Weise bedroht.

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