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Thanksgiving

Obama begnadigt zum letzten Mal Truthähne

Nutztiere | Donnerstag, 24. November 2016, sda/dpa/afp/msi

US-Präsident Barack Obama hat zum letzten Mal in seiner Amtszeit zwei Truthähne begnadigt und die Tiere Tot und Tater damit unmittelbar vor dem Thanksgiving-Fest vor dem sicheren Tod bewahrt. Die Zeremonie im Garten des Weissen Hauses ist eine Tradition.

Jedes Jahr begnadigt der US-Präsident in einer humorigen Zeremonie am Tag vor Thanksgiving zwei Truthähne. 87 Millionen Truthähne allerdings kommen in den Vereinigten Staaten jedes Jahr allein zu Thanksgiving, Weihnachten und Ostern auf den Tisch.

Die begnadigten Truthähne leben in der Regel nicht mehr lange. Die Aufzucht ist derart intensiv, dass die Tiere oft beim Erreichen des Schlachtgewichtes unter der Fleischeslast zusammenbrechen. 

«Wir müssen sicherstellen, dass zu Thanksgiving jeder genug zu essen hat», sagte Obama in seiner Ansprache. «Mit Ausnahme dieser Truthähne», fügte er hinzu. «Die sind sowieso schon vollgestopft.» Tot und Tater, die in Iowa geboren worden waren, werden den Rest ihres Lebens auf einer Farm in Virginia verbringen.

Anders als in den letzten Jahren, waren Obamas jugendliche Töchter Malia und Sasha dieses Mal bei der Zeremonie nicht an seiner Seite. Die Mädchen hatten in den letzten Jahren jeweils für Aufsehen gesorgt, als sie die Augen über die Scherze ihres Vaters verdrehten.

Die diesjährige Begnadigungs-Zeremonie im Video (Video: The White House):

Stattdessen übernahmen seine deutlich jüngeren Neffen Austin und Aaron Robinson ihren Platz. «Anders als Malia und Sasha hat Washington sie noch nicht zynisch werden lassen», sagte Obama zum Gelächter der Zuschauer. Was seine Töchter aber noch nicht wissen, fügte er scherzend hinzu, sei, dass er die Tradition in seiner Familie fortführen wolle. Jedes Jahr, auch wenn er nicht mehr Präsident ist.

Die Tradition wurde erstmals von John F. Kennedy ausgeführt und wurde unter George W. Bush zur Regelmässigkeit. Obama sagte im letzten Jahr: «Manche glauben, das sei albern. Ich widerspreche nicht.»

 

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