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Jallikattu

Stierkämpe in Indien fordern Tote

Nutztiere | Montag, 23. Januar 2017, sda/dpa/msi

Im indischen Bundesstaat Tamil Nadu wurde am Samstag das für Jallikattu-Stierkämpfe geltende Verbot vorübergehend aufgehoben. Prompt gab es mehrere Tote und Verletzte bei Stierkämpfen.

Bei eigentlich verbotenen Stierkämpfen sind in Indien zwei Menschen gestorben und mehr als 90 verletzt worden. Die Unfälle passierten im südindischen Bundesstaat Tamil Nadu.

Die zwei Männer wurden beim Kampf mit einem Bullen schwer verletzt und starben am Sonntagabend auf dem Weg ins Spital, bestätigte die Polizei.

Der Stierkampf, der in Südindien seit Jahrhunderten rund um das Erntefest Pongal im Januar praktiziert wird, heisst Jallikattu. Dabei werden Bullen Preise, meistens Bündel mit Münzen, an die Hörner gebunden.

Die teilnehmenden Männer versuchen dann, die Bullen zu Boden zu ringen, um an die Preise zu gelangen. Dabei sterben regelmässig Menschen, auch Tiere werden häufig verletzt.  

Seit dem Jahr 2014 ist Jallikattu wegen einer Entscheidung des Obersten indischen Gerichts verboten. Dagegen gingen in den vergangenen Tagen mehr als 15'000 Menschen auf die Strasse, hauptsächlich in Chennai, der Hauptstadt von Tamil Nadu.  

Auch am Montag gingen die Proteste teilweise weiter. Die Demonstranten forderten eine dauerhafte Aufhebung des Jallikattu-Verbots.

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