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Strukturwandel

Bauernsterben setzt sich ungebremst fort

Nutztiere | Freitag, 12. Mai 2017, pd/nsn

Im Jahr 2016 haben in der Schweiz fast tausend Landwirtschaftsbetriebe dichtgemacht. Trotzdem wird noch immer gleich viel Land bewirtschaftet wie im Vorjahr. Zugenommen hat die Anzahl Biobetriebe.

Die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe in der Schweiz nimmt ab, dafür werden die verbleibenden immer grösser. Das zeigt die Erhebung des Bundesamts für Statistik (BFS). Laut Medienmitteilung zählte die Schweiz im Jahr 2016 noch 52'263 Landwirtschaftsbetriebe, das sind 990 weniger als im Vorjahr. Der Rückgang betraf kleinere Betriebe. Die gesamte landwirtschaftliche Nutzfläche blieb stabil, mit 1,05 Millionen Hektaren umfasst sie ziemlich genau ein Viertel der Fläche der Schweiz.

Um ganze zehn Prozent abgenommen hat die Anbaufläche für Raps, während Gemüse auf fünf Prozent mehr Fläche angebaut wurde als ein Jahr zuvor. Bei den Nutztieren zeigte sich ein Rückgang der Milchkühe um 1,3 Prozent, während der Bestand an Schweinen um 2,8 Prozent abnahm. Dagegen hat die Zahl der Legehühner um ganze 8 Prozent zugenommen.

Einen Aufwärtstrend gibt es weiterhin im biologischen Landbau. Im Jahr 2016 wurden 6348 Biobetriebe gezählt, 104 mehr als im Vorjahr. Ungefähr ein Siebtel (14 Prozent) der landwirtschaftlichen Nutzfläche der Schweiz wird biologisch bewirtschaftet.

Seit dem Jahr 2000 nahm die Anzahl Landwirtschaftsbetriebe von über 70'000 auf knap 53'000 ab. Dagegen gibt es inzwischen fast 30 Prozent mehr Biobetriebe als im Jahr 2000:

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