Sie sind hier: TierweltAktuellNutztiere

Forschung

Programm erkennt unglückliche Schafe

Nutztiere | Freitag, 2. Juni 2017, sda/afp

Mit einem neuen Computerprogramm wollen Forscher das Wohlbefinden von Schafen erhöhen. Die Software scannt die Gesichter der Tiere, um anhand ihrer Mimik zu ermitteln, ob sie leiden oder unglücklich sind.

Wissenschaftler der Universität Cambridge in England haben auf der Basis von knapp 500 Fotos von Schafen einen Algorithmus entwickelt, der das Wohlbefinden der Tiere beurteilen kann. Mit Kameras in Trögen und auf dem Hof soll der Gesichtsausdruck der Tiere nach halb geschlossenen Augen, eingefallenen Wangen und anderen Schmerzausdrücken untersucht werden.

«Schon Darwin hatte herausgefunden, dass Tiere und Menschen Emotionen mit ähnlichen Verhaltensmustern ausdrücken», sagte Peter Robinson, Professor am Informatiklabor der Universität Cambridge. Sein Team habe Arbeiten zum Schmerzverhalten von Menschen auf Tiere übertragen. Dafür nutzten die Wissenschaftler auch Untersuchungen zu künstlicher Intelligenz.

Das System funktioniert nicht nur bei Schafen, auch bei Pferden oder Kaninchen kann es angewendet werden. Jetzt wollen die Forscher die Datengrundlage des Programms vergrössern, um die Software weiter auszubauen.

Schafemotionen
Anhand von bestimmten Punkten im Gesicht des Schafes beurteilt das
Programm das Wohlbefinden des Tieres.
Bild: Universität Cambridge
Kommentar schreiben


Die Redaktion behält sich vor, Kommentare zu kürzen, als Leserzuschriften im Heft abzudrucken oder auf die Publikation zu verzichten.

Galerien Alle Galerien