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Krankheit

Verdacht auf Druse bei Armeepferden

Nutztiere | Dienstag, 22. August 2017, sda/msi

Mehrere Pferde des Armee-Tier-Kompetenzzentrums in Schönbühl BE, wo die 93 Pferde aus Hefenhofen TG vorübergehend untergebracht worden waren, sind möglicherweise an Druse erkrankt. 

Die entsprechenden Analysen stehen noch aus, wie Kommandant Jürg Liechti in der SRF-Sendung «Schweiz aktuell» vom Montagabend sagte. Die Druse ist eine Pferdekrankheit, die durch ein Bakterium verursacht wird und sehr ansteckend ist. Sie befällt die oberen Luftwege beim Pferd und führt zu geschwollenen Drüsen. Liechti schloss nicht aus, dass die Übertragung der Krankheit durch die Pferde aus Hefenhofen erfolgt ist. Es könnten aber auch andere, eigene Pferde gewesen sein. Möglich sei auch, dass ein Besucher den Erreger ins Pferdezentrum gebracht habe. In der zweiten Wochenhälfte sollen die Ergebnisse der in Auftrag gegebenen Proben vorliegen.  

Vom Hof in Hefenhofen waren insgesamt 93 Pferde ins Armee-Tier-Kompetenzzentrum nach Bern gebracht worden. Dort wurden sie dann nach der Pflege öffentlich versteigert. Von den 80 zum Verkauf stehenden Pferden fanden letzte Woche bis auf Pony Köbu alle einen neuen Besitzer. Köbu darf im Armeezentrum bleiben, denn die Rekruten wollten ihn als Zugsmaskottchen behalten.  

Der Tierzüchter Christoph Saner, der den Freibergerhengst Charly ersteigert hat, äusserte in der Fernsehsendung die Befürchtung, dass alle seine über 70 Freiberger Pferde mit der Druse infiziert sein könnten. Gemäss der Fernsehsendung wurden alle Tierbesitzer, die sich ein Pferde ersteigert hatten, über die mögliche Krankheit informiert.  

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