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Keine Missstände entdeckt

Unangemeldete Kontrolle bei Thurgauer Schafhalter

5 Kommentare Nutztiere | Mittwoch, 17. Oktober 2018, sda/msi

Nach Vorwürfen des Vereins gegen Tierfabriken (VgT) gegen einen Thurgauer Schafhalter haben die Behörden eine unangemeldete Kontrolle durchgeführt. Missstände wurden nicht entdeckt. 

Am Dienstagnachmittag habe das Thurgauer Veterinäramt, begleitet durch Staatsanwaltschaft und Polizei, auf dem Hof eines Schafhalters aus Herrenhof eine unangemeldete Kontrolle durchgeführt, teilte die Thurgauer Staatskanzlei am Mittwoch mit.      

Die Behörden reagierten damit auf eine Anzeige, die der Verein gegen Tierfabriken (VgT) am Montag gegen den Schafhalter eingereicht hatte («Tierwelt Online» berichtete). Am Dienstag informierte der VgT unter anderem auf seiner Facebook-Seite über die Vorwürfe und untermauerte sie mit einem Video aus anonymer Quelle: Der Landwirt soll Schafe durch den Stall geworfen und sie mit Tritten und einem Knüppel misshandelt haben.

Keine Missstände  
Bei der Kontrolle seien keine Missstände festgestellt worden, teilten nun die Behörden mit. Der Tierhalter habe offen informiert und sich kooperativ gezeigt. Sowohl der Betrieb als auch der Zustand der Schafe seien überprüft worden. Weder eine Gefährdung des Wohlergehens der Tiere noch Anzeichen von Tierquälerei wurden festgestellt.      

Die Forderungen des VgT nach einem sofortigem Totaltierhalteverbot und einer Beschlagnahmung der Tiere seien nicht gerechtfertigt. «Ob sich der Tierhalter strafrechtlich etwas hat zu Schulden kommen lassen, werden die weiteren Abklärungen von Polizei und Staatsanwaltschaft zeigen.»

Kritik am VgT  
Die Veröffentlichung einer Anzeige nur wenige Stunden nach der Einreichung erschwere «die Beweissicherung in jeglicher Hinsicht», heisst es in der Mitteilung weiter. Ausserdem führe die Publikation zu einer übereilten öffentlichen Vorverurteilung mit existenzbedrohenden Konsequenzen für den Tierhalter. In einem Rechtsstaat gelte bis zu einem rechtskräftigen Entscheid die Unschuldsvermutung.  

Der VgT veröffentlichte auf Facebook zudem ein Foto, dass den Schafhalter mit seiner Frau und seinen Kindern zeigt und behauptete, auch die Kinder würden Schafe schlagen. Trotz grosser Kritik war das Foto zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Artikels immer noch online.

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Kommentare (5)

Patrick am 26.10.2018 um 16:24 Uhr
Ja was hapt Ihr auch erwartet von der Tierwelt schließlich ist die Tierwelt schon immer so gewesen nur weil der Nahme Tier drin vor kommt heisst es noch lange ncht das es sich um ein Tierfreundliche Menschen dahinter handelt, mann kann diese Zeitung nur meiden, mache ich schon seit Jahren.

Fabienne am 23.10.2018 um 20:10 Uhr
Ich bin auch der Meinung das man auf dem Video klar sieht was mit den Schafen passiert. Deswegen spricht das Video einfach für sich. Schade das man hier einfach die Schuldigen verschohnt! Das was der Vgt leistet sollten viele erst mal machen! Dann hätten wir ein solches Tierleid erst gar nicht. Hut ab vor dem Vgt!

Meyer am 23.10.2018 um 19:36 Uhr
Enttäuschend, dass eine Tierzeitschrift nicht für die Tiere einsteht. Werde die Tierwelt nicht mehr kaufen und empfehlen.

Schraner am 22.10.2018 um 16:50 Uhr
Stimme dem Kommentar von Nadine Lipp vollkommen zu und kann den Bericht der Tierwelt nicht nachvollziehen!
Wollt Ihr solche Bauern noch schützen??
Dank Erwin Kessler werden solche Misstände aufgedeckt.

Nadine Lipp am 19.10.2018 um 08:46 Uhr
Fakt ist, dass das VIDEO eine klare Sprache spricht. Dass die Tiere nicht vor dem Kontrolleur geschlagen werden ist ja logisch! Es gibt mehr als einen Film und es ist sehr wohl wahr dass auch der Sohn der Familie die Tiere schlägt. Euer Bericht ist absolut lächerlich und beweist wie wertlos euer Blatt ist. Traurig!

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