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Social Media auf dem Bauernhof

Wie aus Kuh Rolina ein Instagram-Star wurde

Nutztiere | Freitag, 15. Februar 2019 09:45, Christine Nussbaumer, Michael Wahl, LID

Martina Boller fotografiert ihre Kühe und postet die Bilder auf Instagram. Sie begeistert begeistert damit Tausende Fans auf der ganzen Welt. Die Bäuerin will Kühen zu mehr Wertschätzung verhelfen.

Das Video zeigt eine Kuh, die sich ausgiebig von einer Bürste massieren lässt – zunächst am Kopf, dann am Hals und schliesslich am Rücken. Das Tier findet offensichtlich Gefallen daran. Am Schluss hüpft es mit mehreren Sprüngen freudig davon.    

7500 Personen haben das halbminütige Video auf der Internet-Plattform Instagram gelikt, über 260'000 Mal wurde es weltweit aufgerufen, 500 Leute haben es kommentiert. So schreibt zum Beispiel die Nutzerin @Brittneybegood: «Amazing! It’s really nice to see happy cows». Was auf Deutsch so viel heisst wie: «Fantastisch! Es ist toll, glückliche Kühe zu sehen.»    

Die kurze Filmsequenz mit Fleckvieh-Kuh Rolina, über welche sogar die britische Bauernzeitung «Farmers Guardian» berichtete, hat Marina Boller auf einen Schlag bekannt gemacht – und ihr viele Fans rund um den ganzen Globus gebracht. Über 5000 Personen folgen mittlerweile der Aargauer Bäuerin auf Instagram. Zum Vergleich: Bio Suisse zählt rund 1900 Abonnenten, IP-Suisse 500.

Kuh Rolina und die Bürste:

Verspielte Bilder
Marina Boller ist seit August 2016 auf Instagram aktiv. Sie veröffentlicht dort unter @hofhabsburg vor allem eines: Fotos von ihren Kühen – aufgenommen von unten, von oben, schräg von der Seite, auf der Weide, im Laufstall, im Melkstand. Mal sind es Nahaufnahmen eines Kuhrückens oder eines Kuhmauls, mal ein neugeborenes Kalb, mal eine Kuh, die mit ihrer Zunge die Nasenlöcher poliert.    

Bäuerin Boller spielt mit dem Licht, mit der Perspektive, mit der Schärfe. Das Resultat sind verspielte, stimmungsvolle und ungekünstelte Bilder. Diese zeigen Kühe als neugierige und empfindliche Wesen und nicht einfach nur als Nutztiere.

Marina Boller will mit ihren Bildern Einblick in das Leben auf ihrem Bauernhof geben. Vor allem aber möchte sie zeigen, was für liebevolle Tiere Kühe sind. «Die Wertschätzung gegenüber Nutztieren sollte viel höher sein», betont die Bäuerin. Kühe würden eine riesige Leistung erbringen. Marina Boller, die zunächst eine KV-Lehre absolvierte und erst als 30-Jährige zur Landwirtschaft kam, sagt: «Ich habe mich so in diese Wesen verliebt.»   

Zwei Stunden pro Instagram-Beitrag
Bäuerin Marina Boller veröffentlicht durchschnittlich eins bis zwei Bilder pro Woche auf Instagram. Der Aufwand dürfe nicht unterschätzt werden, warnt sie. «Einfach nur auf der Weide rumzuspazieren und zu fotografieren, reicht nicht», stellt die 33-Jährige klar. Man müsse sich Zeit nehmen für die Beobachtung, mal vor eine Kuh oder in die Herde stehen – und schauen, was passiert.    

Marina Boller knipst zwar oft einfach mal drauflos. Sie veröffentlicht aber nur Bilder, die etwas hermachen. Die Bäuerin, die von Kindsbeinen an fotografiert, ist in dieser Hinsicht ehrgeizig. «Ich habe einen Standard und den will ich auch halten.» Die Fotos schiesst Marina Boller ausschliesslich mit ihrem Smartphone, dieses hat sie stets griffbereit in der Hosentasche. Nach dem Fotografieren bearbeitet die Bäuerin die Bilder und verfasst einen kurzen Text dazu – auf Englisch, weil viele ihrer Fans aus dem Ausland sind. Im Schnitt sind es rund zwei Stunden, die Marina Boller für einen Instagram-Beitrag aufwendet.    

Marina Bollers Bilder finden bei ihren Fans grossen Anklang. Diese liken die Kuh-Fotos vom Hof Habsburg rege und schreiben fleissig Kommentare. Nicht immer sind diese positiv. Auf negative Reaktionen hat Marina Boller früher noch geantwortet, mittlerweile löscht sie diese umgehend und blockiert die entsprechenden Personen. «Es ist mein Profil und ich bestimme, was hier geschrieben wird», betont die Bäuerin.    

Gefragt, ob ihr nicht langsam die Motive auszugehen drohen, antwortet Kuh-Fotografin Boller lächelnd: «Es gibt so viele Möglichkeiten, Kühe in Szene zu setzen.»   

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Remember this cute? I shared a story with Sue, where you saw her in the hospital having a c-section. Her calf was twisted with the uterus, but even after turning the calf and uterus it was not possible to have a normal birth. The calf was very big and already dead, so there were two options, animal hospital or butcher. Sue is a heifer, so for us the only option was the hospital. She was so brave during the whole operation! We left her there for a couple of days to make sure she is stable enough to come back home. Now, a month later, she is fully recovered and walks with the herd as nothing ever happened. I am amazed by the strength and healing power cows have. It’s just incredible ? • • • #Hofhabsburg #bauernhof #landleben #landliebe #kuh #kühe #redholstein #tierliebe #milch #farm #farming #farmphotographydaily #dairy #farmlife #ruralliving #cows #cow #cowsofinstagram #rural #animalslove #farminglife #farmanimals #pocket_farms #schweiz #switzerland #swiss #myswitzerland #healingpower #sue #csection

A post shared by Hof Habsburg (@hofhabsburg) on Nov 12, 2018 at 12:28pm PST

 

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