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Naturschützer schlagen Alarm

Um die Biodiversität in der Schweiz steht es schlecht

Natur & Umwelt | Freitag, 1. Januar 2016, sda/msi

Die biologische Vielfalt nimmt weiter ab. Zwar gab es im zu Ende gehenden Jahr einige Erfolge, doch diese sorgen nicht für eine positive Bilanz.

Eine positive Entwicklung gibt es beim Kiebitz. In diesem Jahr wurden in der Schweiz 181 Brutpaare gezählt. Dank besonderer Artenförderungsmassnahmen konnte sich der Tiefstand von rund 90 Brutpaaren im Jahr 2009 etwas erholen. Die einst häufige Feldlerche allerdings ist in ihrem Bestand stark rückläufig. Dies zeigt, dass es um die Biodiversität im Kulturland nicht gut steht und die Flächen von schlechter Qualität sind. Im Wald hingegen gebe es laut BirdLife eine positive Entwicklung. Das Totholz, ein wichtiger Lebensraum für die Hälfte aller Arten im Wald, nehme langsam zu.

Die punktuellen Erfolge des Naturschutzes sind erfreulich, aber sie reichen bei weitem nicht aus, um die grossen Verluste zu kompensieren, wie es in einer Mitteilung heisst. Der Gesamttrend der Biodiversität in der Schweiz ist weiterhin stark negativ, es ist noch nicht einmal die Talsohle erreicht.

Aktionsplant dringend nötig
Die weitere Abnahme der Biodiversität im Jahr 2015 zeigt sich beispielsweise am stark zurückgehenden Amphibienbestand. Moore verlieren trotz Verfassungsschutz an Fläche, artenreiche Trockenwiesen verschwinden, sehr gefährdete Pflanzenarten gehen besonders stark zurück.

Dringend notwendig sei es, den Aktionsplan Biodiversität zu verabschieden, schreibt SVS/BirdLife. Mit dem Aktionsplan sollen die bereits 2012 vom Bundesrat beschlossenen zehn Biodiversitätsziele der Schweiz erreicht werden. Dazu gehört unter anderem die Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum.

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