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Rothenthurm-Initiative

Rettung des grössten Hochmoors

Natur & Umwelt | Donnerstag, 14. Dezember 2017 08:00, Leo Niessner

Es war eine Sensation und ein Sieg der Umweltschützer: Vor 30 Jahren sagte das Stimmvolk «Ja» zur Rothenthurm-Initiative. Jörg Rüetschi vom WWF Schweiz, der an vorderster Front kämpfte, erinnert sich.   

Den 6. Dezember 1987 und die Woche danach wird Jörg Rüetschi, Regionaler Programmleiter und Biologe beim WWF Bern, nie vergessen. In einem Hoch sei er gewesen, erinnert er sich. Kein Wunder, denn mit deutlicher Mehrheit hatte sich das Schweizer Stimmvolk hinter das Initiativ-Komitee gestellt, das er anführte. Sein grosses Ziel hatte es erreicht: den Erhalt der Rothenthurmer Moorlandschaft. Der Slogan «Rette das letzte grosse Hochmoor-Naturparadies» auf den Wahlunterlagen war angekommen.


Die Rückseite des Wahlflyers «Ja zur Rothenthurm-Initiative» von 1987

Heute, 30 Jahre nach Annahme der Moorschutz-Initiative, ist von der Euphorie nichts mehr spürbar. Einem Grossteil der Schweizer Moore gehe es schlechter denn je, stellten Pro Natura, BirdLife Schweiz und WWF Schweiz letzte Woche fest («Tierwelt Online» berichtete). Es brauche finanzielle Mittel von Bund und Kantonen, um den Schutz der Moorlandschaften zu gewährleisten. Dafür spricht sich auch Jörg Rüetschi in unserem Podcast aus – und erzählt aus der Zeit, als der Naturschutz ein regelrechtes Hoch erlebte.

 

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