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Wildtiere

Urner Jäger müssen Gämsen schonen

Natur & Umwelt | Mittwoch, 13. Juni 2018 08:12, sda

Die Urner Gamsjäger müssen sich in der nächsten Saison zurückhalten. Dafür gibt es verschiedene Gründe: unter anderem den letzten, besonders harten Winter. 

Weil die Bestände der Gämsen rückläufig sind und viele Tiere dem letzten, harten Winter zum Opfer gefallen sind, werden die zulässigen Abschüsse weiter eingeschränkt.

Wie der Regierungsrat am Dienstag mitteilte, darf in der Jagdsaison 2018 pro Jagdpatent nur noch eine Gams geschossen werden. Bislang waren es zwei Tiere. Mit dieser Einschränkung würden in der kommenden Jagd voraussichtlich 50 bis 60 Gämsen weniger erlegt, teilte der Regierungsrat mit.

Wie in anderen Kantonen, ist auch in Uri der Gamsbestand rückläufig. Als mögliche Gründe dafür werden in der Mitteilung die Konkurrenz durch den Rothirsch, den Steinbock oder Nutztiere genannt, aber auch Störungen durch den Menschen, der Einfluss von Grossraubtieren, das Wetter, Krankheiten oder die Jagd.

Der harte Winter hat Spuren hinterlassen
Der letzte, harte Winter hat den Wildtieren nach Angaben des Regierungsrats stark zugesetzt. Im tiefen Schnee fanden viele nicht genügend Nahrung, wurden geschwächt oder fielen Lawinen zum Opfer.

Die Jagdverwaltung habe bis Ende März 133 Gämsen tot aufgefunden, dies bei einer hohen Dunkelziffer, schreibt der Regierungsrat. Die Fallwildzahlen dürften doppelt so hoch sein wie in anderen Wintern.

Die Jagdkommission des Kantons Uri will ferner ein Gämskonzept ausarbeiten, um den Bestand längerfristig zu erhöhen. Dieses könnte auch weitere Änderungen der Jagdvorschriften beinhalten.

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