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WEF warnt vor Risiken reihum

Schlafwandelnd in die Katastrophe

1 Kommentare Natur & Umwelt | Sonntag, 20. Januar 2019 17:00, awp sda dpa

Der neueste Risikobericht des Weltwirtschaftsforums liest sich wie ein Horror-Thriller. Demnach geht es an verschiedenen Fronten für die Welt ums Überleben. Hoffnung macht die Organisation nicht.

Klimawandel, Datenkriminalität, geopolitische Krisen und weltwirtschaftliche Spannungen: Der am Mittwoch in London vorgestellte Risikobericht des Weltwirtschaftsforums (WEF) zeichnet ein verheerendes Bild vom Zustand der Erde.

«Globale Risiken nehmen zu, aber der kollektive Wille, sie zu bekämpfen, schwächt sich ab. Stattdessen nimmt die Spaltung zu», heisst es in der Studie. Wie ernst die Lage ist, zeigen die Titel der einzelnen Kapitel: «Out of Control» («Ausser Kontrolle») heisst eines, ein anderes «Fight or Flight» («Kampf oder Flucht»).

Klimawandel: besonders hohes Risiko
Ein besonders hohes Risiko geht demnach vom Klimawandel aus. Erstmals werden in dem jährlich erscheinenden Bericht Umweltprobleme als die drei drängendsten Herausforderungen genannt. Konkret sind dies Wetterextreme, Versagen beim Klimaschutz und bei der Anpassung an den Klimawandel sowie Naturkatastrophen.

«Von allen Risiken ist es bei der Umwelt am offensichtlichsten, dass die Welt in eine Katastrophe schlafwandelt», heisst es in der Studie. Aber auch Datenbetrug und -raub sowie Cyberattacken zählen demnach zu den grössten Bedrohungen.

WEF zeigt sich skeptisch  
Knapp eine Woche vor dem Jahrestreffen in Davos (22. bis 25. Januar) rief das WEF mit Nachdruck zur Zusammenarbeit auf. «Es gab nie einen dringenderen Bedarf für einen kollaborativen und gemeinsamen Ansatz für globale Probleme, die alle angehen», schrieb WEF-Präsident Børge Brende im Vorwort des «Global Risk Report».

Doch das WEF zeigt sich zugleich äusserst skeptisch, dass die Menschheit die Herausforderung annimmt und angeht. Mit Blick auf politische und wirtschaftliche Konflikte warnt die Organisation: «Vor diesem Hintergrund ist es vermutlich schwieriger, gemeinsame Fortschritte bei anderen globalen Herausforderungen zu erreichen.»

Traditionell stellt das WEF den Weltrisikobericht rund eine Woche vor Beginn der Tagung in den Schweizer Alpen vor. Die Organisation versteht die Studie als eine Art Leitfaden für die zentralen Fragen des Jahres 2019.

Absagen von Trump und Macron  
In Davos diskutieren in diesem Jahr mehr als 3000 Teilnehmer aus Politik, Wirtschaft, Kultur und Gesellschaft unter dem Motto «Globalisierung 4.0: Auf der Suche nach einer globalen Architektur im Zeitalter der Vierten Industriellen Revolution». Erwartet werden unter anderem Bundeskanzlerin Angela Merkel, der chinesische Vizepräsident Wang Qishan und Brasiliens neuer Staatschef Jair Bolsonaro.

US-Präsident Donald Trump hatte seinen Besuch mit Verweis auf den Haushaltsstreit mit den Demokraten abgesagt, Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron bleibt wegen der Proteste der «Gelben Westen» zu Hause.

In ihrem Bericht warnen die Autoren auch vor den Folgen der aktuellen Handelskonflikte, etwa zwischen den USA und China oder zwischen den USA und der EU. «Wirtschaftspolitik (...) wird heutzutage zunehmend als Mittel des strategischen Wettbewerbs gesehen», heisst es.

Zeitalter der Wetterkriege    
Auch als Diskussionsanstösse für das Treffen in Davos formulierte das WEF im Risikobericht zehn «Zukunftsschocks» als theoretische Szenarien. Dazu zählen die Autoren unter anderem sogenannte Wetterkriege – also Klimamanipulationen zur Schwächung von Gegnern – und die absichtliche Unterbrechung der Nahrungsversorgung.

Weitere Szenarien sind ein Ende der Wasserversorgung in Grossstädten sowie die Verlagerung geopolitischer Konflikte ins Weltall. Es handele sich bei all diesen Szenarien um eine Mahnung, kreativ über Risiken nachzudenken und das Unerwartete zu erwarten.

Kommentare (1)

Reinhold Harder am 22.01.2019 um 12:38 Uhr
Na, das ist ja toll, dass die endlich aufwachen! Die Systeme zur Kriegsführung mittels Wetterwaffen sind schon vor 50 Jahren entwickelt gewesen. Im Vietnam - Krieg wurden sie u.a. bereits eingesetzt. Die Atmosphäre wird seit 1996 in den USA und seit 2003 über Europa gnadenlos in eine Wetterwaffe umgebaut, u.a. durch das -bereits erfolgte- Ausbringen hunderttausender von Tonnen künstlicher Aerosole aus Aluminium, Barium, Strontium und anderem mehr. Man kann es immerzu sehen. Es sind die 'Chemtrails', die das enthalten, aber eine bornierte oder willfährige, oder durch Bestechung zum Schweigen oder zum Lügen gebrachte Journaille behauptet bis heute: Chemtrails gibt es nicht! Das ist etwa so intelligent wie zu behaupten: Bielefeld gibt es nicht! Die sogenannten Starkwetter-ereignisse wie Dürren, wahnsinnige Schneemassen oder Überschwemmungen sind entweder natürliche Ereignisse oder sie sind durch die permanent stattfindende Wettermanipulation herbeigeführt, was oft das Wahrscheinlichere ist. Mit 'Klimawandel ' haben sie schon gar nichts zu tun! Der einsame Eisbär auf der einsamen Eisscholle ist ein fake. Der hat alle Kalt- und Warmperioden immer bestens überstanden. Der Scharlatan Al Gore lässt grüßen!

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