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Indonesien: Palmöl

Konzerne verweigern Entschädigungszahlung

Natur & Umwelt | Dienstag, 26. Februar 2019 13:28, sda afp

Indonesische Palmöl-Unternehmen verweigern nach Angaben der Umweltschutzorganisation Greenpeace Entschädigungszahlungen in Höhe von mehr als 1,3 Milliarden Dollar.

Die Firmen – allen voran der Konzern Merbau Pelalawan Lestari – seien wegen der schweren Brände im Jahr 2015 von Zivilgerichten zu den Zahlungen verurteilt worden.

«Aber kein einziges Unternehmen hat bis heute Entschädigung für seine Rolle in dieser Katastrophe gezahlt.» Greenpeace überprüfte elf Gerichtsverfahren gegen Palmöl- und Papierunternehmen in den Jahren 2011 bis 2018. Kein einziges dieser Verfahren habe zu einer Entschädigungszahlung geführt.

Stark gestiegene Nachfrage auf dem Weltmarkt
Palmöl wird in zahllosen Produkten von Keksen über Shampoo und Make-Up bis zur Schokocreme eingesetzt. Wegen der stark gestiegenen Nachfrage auf dem Weltmarkt breiteten sich die Palmölplantagen auf der indonesischen Insel Sumatra sowie den indonesischen Teilen von Borneo und Neuguinea in den vergangenen Jahren enorm aus. Ganze Urwälder wurden dafür gerodet und der Lebensraum vieler bedrohter Tierarten zerstört.

Illegale Brandrodungen lösen zudem alljährlich riesige Waldbrände aus. Die Rauchschwaden führen wahrscheinlich auch zu einer höheren Sterblichkeitsrate in der Region. US-Studien zufolge starben mehr als 100'000 Menschen eines frühzeitigen Todes wegen der verheerenden Brände im Jahr 2015. Das indonesische Umweltministerium wollte sich auf Anfrage von AFP zunächst nicht zu dem Greenpeace-Bericht äussern.

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