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Saisonfrüchte

Schweizer Aprikosen sind beliebt

Natur & Umwelt | Montag, 22. Juli 2019, Therese Schenker, LID

Die Nachfrage nach Schweizer Aprikosen steigt. Dieses Jahr sind sie wegen der Hitzeperiode etwas später dran, aber dafür aber besonders süss.

Fast die gesamte Schweizer Aprikosenernte kommt aus dem Wallis. 150 Walliser Landwirte produzieren 97 Prozent der Schweizer Aprikosen. Das sind 50 Prozent des gesamten Schweizer Aprikosenbedarfs. Durch die kurzen Transportwege werden die Umwelt geschont und die Qualität hoch gehalten.    

In diesem Jahr sind die Aprikosen wegen der ausgiebigen Hitzeperiode besonders süss. Der Branchenverband schätzt die heurige Ernte auf 9500 Tonnen Aprikosen, also 8 Prozent mehr als im Vorjahr. Insgesamt werden auf 700 Hektar 50 verschiedene Sorten angebaut. Damit einher gehen verschiedene Erntezeitpunkte und so gibt es in der Schweiz von Juni bis September frische Aprikosen.  Die Hauptsaison dauert von Anfang Juli bis Ende August.    

Die Aprikose stammt ursprünglich aus der Mandschurei und kam vermutlich mit den alten Römern in unsere Region. Von den alten Römern wurde die Aprikose «malus praecox», die Frühreife genannt. Dies weil sie relativ früh blüht und keinen Spätfrost mag.    

Aus Aprikosen kann Sirup oder Konfitüre hergestellt werden, aber auch der Schnaps Abricotine. Ausserdem eignen sich die süssen Früchte hervorragend für Desserts und auch getrocknet schmecken sie wunderbar. Dank ihren Antioxidantien, vielen Mineralien und Vitaminen eignen sich die Sommerfrüchte nicht nur für den Verzehr, sondern auch für Kosmetikprodukte. So produziert zum Beispiel das Schweizer Label Valeve seit 2010 Hautpflegeprodukte, die auf Walliser Aprikosenextrakten basieren.

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