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Das Ballett der Mantarochen

Unterhaltung | Montag, 14. April 2014, Matthias Gräub

Sie haben bestimmt schon einmal fliegende Fische gesehen. Doch was ist mit fliegenden Manta-Rochen? Die grazilen Unterwasser-Flieger können offensichtlich auch über Wasser ganz gut schweben.

«Fliegende» Mantarochen. Video: YouTube/fishingincabo

Man könnte meinen, das Video oben zeige flachgedrückte Delfine, die da an der Wasseroberfläche herumtollen, doch die Szenen, die ein Amateurfilmer vor der Küste Mexikos aufgenommen hat, zeigen Manta-Rochen, die aus dem Wasser springen und mit 3-4 «Flügelschlägen» das Wieder-Eintauchen verzögern.

Weshalb die Tiere dieses Verhalten an den Tag legen, weiss die Wissenschaft noch nicht zu beantworten. Neben der auch bei Delfinen lange Zeit favorisierte Theorie, sie sprängen aus reiner Lebensfreude in die Luft, gibt es auch andere, plausiblere Ansätze.

Garnelenschreck oder Putzfunktion?
Einer davon wird in einem BBC-Dokumentarfilm beschrieben, in dem die Rochen ebenfalls beim Springen zu sehen sind. Die Tiere würden mit ihrem Geplatsche möglicherweise Schwärme von Garnelen aufschrecken und sie so in die Mäuler ihrer unter Wasser wartenden Artgenossen treiben.

Bei den Delfinen ist – neben dem offensichtlichen Bedürfnis, ab und an Luft zu holen – die «Reinigungstheorie» hoch im Kurs. Schon 2001 hat das Schweizer Fernsehen in der Sendung «MTW» berichtet, dass die Delfine bei jedem Sprung aus dem Wasser einen Teil des Schmutzfilms auf ihrer Haut abstreifen würden. Ähnliches könnte auch bei den Rochen funktionieren.

«MTW» vom 8.2.2001: hier

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