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PETA-Kampagne

Milchprodukte sollen Autismus verursachen

4 Kommentare Unterhaltung | Dienstag, 3. Juni 2014, Matthias Gräub

Die Tierschutzorganisation PETA will um jeden Preis verhindern, dass wir Fleisch essen und Milch trinken. Dafür gehen die Tierschützer so weit, dass sie wissenschaftliche Fakten verfälschen. Zu weit?

Dass die PETA gerne provoziert, wissen wir schon lange. Nackte Topmodels, die sich gegen die Pelzindustrie stellen sind bei den Tierschützern ebenso hoch im Kurs wie Sportler oder Sänger, die sich zum Vegetarismus bekennen. Gibt's aber etwa einen Videoclip von Katy Perry mit Tigern, schreit die PETA sofort auf und verdammt die Künstlerin öffentlich. Dies alles wird eine Vielzahl von Tierfreunden bestimmt als gute Sache ansehen.

Doch die PETA stützt sich auch gerne auf Studien. Und zwar auf jedes noch so unausgereifte und Stichprobenresultat, das sie für ihre Zwecke verwenden kann. So warnten die Tierschützer im Vergangenen Jahr davor, dass die Söhne von Hühnerfleisch essenden Frauen kleinere Penisse hätten. Na gut, die Lacher und die mediale Aufmerksamkeit haben sie damit auf ihrer Seite und geschadet hat die (Falsch-)Meldung wohl auch niemandem.

Doch nun hat die PETA nochmals andere Saiten aufgezogen: In einer Kampagne gegen den Verzehr von Milchprodukten haben sie sich nicht nur den Zorn von Bauern und Wissenschaftlern auf sich gezogen, sie verwenden Autismus-Patienten für ihre Zwecke.

Diskreditierte Studien verwendet
«Es muss zwar noch mehr geforscht werden, doch wissenschaftliche Studien haben ergeben, dass sich die Gesundheit vieler autistischer Kinder verbessert, wenn sie sich ohne Milchprodukte ernähren», schreiben die Tierschützer auf ihrer Website. Sie beziehen sich dabei auf zwei Studien, die eine ist aus dem Jahr 1995, die andere hat nur 20 Kinder untersucht. Beide Studien seien laut diverser Quellen bereits widerlegt worden, ein Zusammenhang zwischen Autismus und Milchprodukten bestehe nicht.

Während die PETA-Kampagne bereits seit längerer Zeit läuft, ist in den vergangenen Wochen ein veritabler Sturm im Internet aufgebraust, in dem sich Wissenschaftler, Ärzte und andere Interessierte lauthals über die Methoden von PETA beschweren. Besonders hart treffe es die Autismus-Patienten, die sich zu einem falschen Zweck instrumentalisiert sehen.

Ob die PETA mit dieser Kampagne zu weit gegangen ist, muss jeder selber entscheiden. Was sie jedenfalls ein weiteres Mal erreicht hat, ist die Aufmerksamkeit der Medien.

Artikel des Wissenschaftsportals «Sense about science»
Artikel der Website «IFLScience» 

Kommentare (4)

RITA am 18.07.2014 um 21:15 Uhr
Wie krank ist PETA???

Milchproduktion oder Fleisch ist Lebens wichtige Nahrung!

PETA Nährstoffen entstehen aus PR Müll und dummes Gesülze.

Die falschen Fakten zu kaufen darin kennt Sie keine Gnade bitte Schafft PETA endlich ab sonst verdummt unsere Jugend ganz.
Das sehen wir ja an unser Pisa Studien.

Wie kann man solch eine Menschen beirrende Ironie auf die Menschheit überhaupt los lassen....

Reine Volks Verdummung. ..

Manfred Müller am 04.06.2014 um 10:57 Uhr
Der Kommentar des Herrn Ullmann von PETA ist nichtssagend und gibt nur den Unsinn weiter, den PETA zu dem Thema schon verbreitet hat. Welche Forscher haben das bestätigt? Wie viele Studien gibt es und mit wie vielen Teilnehmern? Viele kann bei den Forschern ja nicht herausgekommen sein, wenn PETA einen einzigen, und noch verstorbenen, Kinderarzt zitieren muss. Ob diese Aussage begründet ist, kann ja auch nicht verifiziert werden.

Zum Schluss noch die ideologische vegane Tierrechtsklatsche vom 2. Vorsitzenden von PETA Deutschland.

Christopher Robert am 03.06.2014 um 22:39 Uhr
Die Argumentation ist interessant.
Ich habe starke autistische Veranlagungen (Asperger), habe schon als Kind Milch weder gemocht noch vertragen und somit kaum getrunken.
Wäre Milch so wichtig bei der Entwicklung des Autismus, dann hätte eigentlich meine Schwester (die viel Milch trank und immer noch trinkt) autistisch werden sollen und nicht ich.
Auch wenn ich gewisse Sympathien für PETA habe, hier ist die Argumentation mehr als fragwürdig.

Harald Ullmann am 03.06.2014 um 17:19 Uhr
Zu den aktuellen Diskussionen um die „Got Autism“-Kampagne von PETA USA aus dem Jahr 2008 gibt es ein aktuelles Statement von Tracy Reimann, Vize-Präsidentin von PETA USA: „Die Website von PETA USA enthält potentiell wichtige Informationen für Eltern, beispielsweise zum Thema Autismus. Forscher haben bestätigt, was viele Familien bereits selbst erfahren haben – dass eine Ernährung frei von Milchprodukten Kindern mit Autismus helfen kann. Der Konsum von Milchprodukten kann Asthma, Verstopfung, wiederkehrende Ohrenentzündungen, Eisenmangel, Anämie und sogar Krebs auslösen bzw. dazu beitragen. Der verstorbene Kinderarzt Dr. Benjamin Spock empfahl deshalb allen Familien, Milchprodukte von ihrem Speiseplan zu streichen. Diese Entscheidung bewahrt Kuhmütter zudem davor, wieder und wieder befruchtet zu werden und Milch für den menschlichen Konsum produzieren zu müssen. Ihre Kälber werden ihnen weggenommen und erleiden dann das gleiche Schicksal. Kuhmilch mag die perfekte Nahrung für Kuhbabys sein - menschlichen Kindern kann sie jedoch ernsthaft schaden.“

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