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Begehrte Bestäuber

Wie sähe das Obstregal ohne Bienen aus?

Unterhaltung | Dienstag, 24. Juni 2014, Matthias Gräub

Eine US-Amerikanische Supermarktkette will auf die Wichtigkeit von Bienen aufmerksam machen. Dafür räumt sie ganze Regale aus, um zu zeigen, was wir an den fleissigen Bestäubern haben.

«Jeder dritte Bissen, den wir zu uns nehmen stammt von Pflanzen, die durch Bienen und andere Insekten bestäubt wurden», schreibt die US-Amerikanische Supermarktkette «Whole Foods Market». Um zu demonstrieren, wie wichtig die Bestäuber für unsere Ernährung sind, hat die Kette in einem ihrer Läden das Obst- und Gemüseregal fotografiert und anschliessend alle Produkte entfernt, die es ohne Bienen nicht gäbe.

Das Resultat ist beängstigend: 237 von 453 Produkte im Sortiment wurden entfernt – mehr als die Hälfte aller Frucht- und Gemüsesorten. Übrig bleibt eine gähnende Leere.

Eine Auswahl der entfernten Produkte liefert die Supermarktkette gleich mit:

  • Äpfel
  • Zwiebeln
  • Avocados
  • Karotten
  • Mangos
  • Zitronen
  • Limetten
  • Melonen
  • Zucchini
  • Kürbisse
  • Auberginen
  • Gurken
  • Sellerie
  • Blumenkohl
  • Lauch
  • Kohl
  • Broccoli 

In einer zweiten Aktion musste das Regal mit den Milchprodukten daran glauben: Ohne Bestäuber fehlen dort die meisten Fruchtjoghurte. Auch Schokoladeprodukte sind aus dem Regal verschwunden, da auch der Kakaobaum bestäubt werden muss (zwar nicht durch Bienen, aber durch Mücken und Fliegen). 

Ausserdem weist der «Whole Foods Market» darauf hin, dass die Milchproduktion als Ganzes um etwa 50 Prozent reduziert würde, wenn keine von Bienen bestäubten Kleeblätter und Luzernen auf den Kuhweiden zu finden wären.

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