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Wimbledon

Der Auftragskiller auf dem Tennisplatz

Unterhaltung | Montag, 23. Juni 2014, Matthias Gräub

«Rufus» ist ein offizieller Mitarbeiter am Tennisturnier von Wimbledon. Sozusagen als Leibwächter hält er den Platz frei von ungebetenen Gästen. Von Tauben. «Rufus» ist ein Falke.

Falke «Rufus» und sein Werbespot. Quelle: YouTube/Stella Artois UK

Das Rasenturnier von Wimbledon, das im Moment in vollem Gange ist, ist das wohl prestigeträchtigste Tennisturnier der Welt. Hier muss das Gras Millimetergenau geschnitten sein, hier muss das Publikum seine besten Manieren zeigen und hier wird sogar ein Champion gerügt, wenn ihm ein unflätiges Wort aus dem Mund rutscht. In Wimbledon muss alles stimmen.

Umso ärgerlicher ist es für die britischen Organisatoren, wenn etwas nicht wie geplant läuft. Ein Problem, dessen sie lange Zeit nicht Herr werden konnten, sind die Tauben. Jahrelang mussten die Tennis-Matches immer wieder unterbrochen werden, weil sich eine Taube auf das Tennisfeld verirrte. Ihnen nachjagende Ballmädchen sorgten zwar für witzige Szenen im TV, aber nicht wirklich für Erleichterung. Die Tauben waren ein echtes Problem. Bis 2000.

Dann kam «Rufus».

Der Falke ist als offizieller «Vogelschreck» in Wimbledon angestellt. Und nun auch als Werbebotschafter für die Biermarke «Stella Artois», die einen eindrücklichen Werbespot mit ihm gedreht hat.

Mit einer tiefen, sonoren Stimme wendet sich «Rufus» direkt an die Taubenwelt: «Hallo Tauben. Ich bin Rufus», sagt die Stimme freundlich, aber bestimmt. Und der Falke lässt keine Zweifel offen, wer auf dem Tennisplatz der Chef unter den Vögeln ist: «Ich bin schneller als ihr. Stärker als ihr. Ich bin ein Athlet.»

Im Stile eines Auftragskillers entschuldigt sich «Rufus» im Vornherein für seine Taten, die er schon begangen hat und die er noch begehen wird: «Ich habe nichts gegen Tauben», hört man ihn sagen. «Aber ich bin ein Profi. Mir ist egal, was ihr tut», warnt er die Tauben, «solange ihr es nicht auf meinem Rasen tut.»

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