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Greenpeace-Aktion

Nemo im Mixer

Unterhaltung | Dienstag, 5. August 2014, Matthias Gräub

Die Naturschützer von Greenpeace greifen zu harten Bandagen: Um das grosse Korallenriff vor der australischen Küste zu retten, opfern sie einen kleinen Clownfisch – zumindest in einem Video.

«Nemo» im Mixer. Protestaufruf von Greenpeace. Quelle: YouTube/Greenpeace Australia Pacific

Der Indische Industrieriese Adani will im Nordosten Australiens eine neue Kohlemine bauen. Wenige Kilometer von der Küste entfernt, an der das Great Barrier Reef liegt, das grösste Korallenriff der Welt und seines Zeichens Welt-Naturerbe. Adanis Plan, die Küstenlandschaft für Kohleschiffe umzubauen, ruft die Naturschützer von Greenpeace auf den Plan.

«3 Millionen Tonnen Meerboden werden ins Gebiet des Barrier-Riffs gebaggert, um einen Kanal für tausende Kohleschiffe zu graben», sagt der Sprecher in einem neuen Video, das nicht für schwache Nerven ist: Ein Clownfisch, der an den Animationsfilm-Helden «Nemo» erinnert, schwimmt in seinem kleinen Aquarium. Die Kamera zoomt langsam heraus und lässt allmählich erkennen, dass das Aquarium in Wahrheit ein Mixer ist.

Sinnbildlich dafür, was den Riffbewohnern an der Küste Queenslands droht, zeigt Greenpeace auf, was mit «Nemo» passiert. Das Mixer-Geräusch geht glücklicherweise erst an, als das Licht schon gelöscht ist.

Greenpeace will mit dem Video zu einer Petition gegen die Mine aufrufen. Unterzeichnet kann sie online unter www.savethereef.org.au werden. 

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