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Raumfahrt

Schwerelose Geckos sterben im All

Unterhaltung | Dienstag, 2. September 2014, sda/dpa

«Kosmischer Zoo» aus dem All gelandet: Nach fast anderthalb Monaten im Weltall ist eine russische Raumkapsel mit Geckos, Fruchtfliegen und Mikroorganismen zur Erde zurückgekehrt. Nicht alle haben die Reise überlebt.

Der fast 7000 Kilogramm schwere Foton-M4-Satellit landete am Montag im Gebiet Orenburg am Ural nahe der Grenze zu Kasachstan. Dies teilte die Moskauer Raumfahrtbehörde Roskosmos mit. Ob die «Biotouristen» die Reise ins All überlebt haben, war zunächst unklar.

Die Raumkapsel mit den Reptilien, Fliegen und insgesamt 22 wissenschaftlichen Gerätschaften wurde im Moskauer Institut für medizinisch-biologische Probleme der Akademie der Wissenschaften geöffnet, hiess es. Dort wollten Forscher etwa die Auswirkung der Schwerelosigkeit auf die Tiere und Pflanzensamen untersuchen. Sie hatten erwartet, dass sich die fünf Geckos und Fliegen vermehrt haben.

Geckos bezahlen den Ausflug ins All mit ihrem Leben
Die Forscher hatten nur teilweise recht. Die fünf Geckos haben den Test zu Auswirkungen der Schwerelosigkeit auf ihr Sexualleben mit dem Leben bezahlt: Alle fünf Kriechtiere kehrten tot von ihrer Expedition mit dem Foton-M4-Satelliten zurück. Den Untersuchungen zufolge erfroren die Geckos, als das Heizsystem in dem Satelliten vorübergehend ausfiel. «Wir werden sie nicht mehr verwenden, da technische Probleme bei solchen Forschungsflügen nie auszuschliessen sind», sagte der Biologe Sergej Saweljew am Dienstag der Agentur Interfax zufolge in Moskau. Mehrere Fruchtfliegen, die ebenfalls an Bord waren, schlossen den Versuch erfolgreich ab. Sie hätten sich im All vermehrt, teilte Roskosmos mit.

Die Apparatur war am 19. Juli ins All geschossen worden. Die Raumkapsel hatte ursprünglich zwei Monate im All rund 500 Kilometer über der Erdoberfläche schweben sollen. Aufgrund technischer Probleme entschieden Sie sich für eine vorzeitige Rückkehr des «kosmischen Zoos».

 

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