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Spieletipp

Welcher Hund gehört zu welchem Herrchen?

Unterhaltung | Samstag, 20. Dezember 2014 07:00, Sarah Ganzmann-Kuhni

«Hund & Herrchen. Das knuffige Memo-Spiel» ist vom Prinzip her ein normales Memory. Doch nicht gleiche Bilder müssen einander zugeordnet werden, sondern Hund und dessen Besitzer. Eine witzige Spielidee, die es in sich hat.

Auf den ersten Blick scheint alles klar. Der grimmige Senior gehört zur Englischen Bulldogge, der Rasta-Mann zum Puli. Dann werden die Kärtchen umgedreht. Und nun beginnt das Grübeln. Sich zu merken, wo das zweite passende Kärtchen liegt, ist das eine. Aber auf Anhieb zu begreifen, zu welchem Herrchen welcher Hund gehört, ist das andere. Zwei Hürden, ein Memory.

«Hund & Herrchen. Das knuffige Memo-Spiel» setzt ins Bild, was Studien schon lange belegen: Hund und Besitzer gleichen sich. Nicholas Christenfeld und Michael Roy von der US-«University of California» haben vor Jahren vermutet, dass bereits beim Kauf ein Tier ausgesucht werde, das vom Wesen her zu einem passe. Allerdings betrifft es nur die reinrassigen Tiere. Mischlings-Hunde konnten schlechter zugeordnet werden.

Christenfeld und Roy schliessen aus ihrer Studie: Hund und Mensch passen sich nicht im Laufe der Zeit einander an, sondern ähneln sich von Anfang an. Eine Gruppe um den Psychologen Sadahiko Nakajima aus Japan wiederum konnte beweisen, dass Hund und Besitzer aufgrund ihres Blicks einander zugeordnet werden können – in 80 Prozent der Fälle.

Hört sich einfach an, gestaltet sich bei diesem Memory-Spiel jedoch etwas schwieriger. Zuordnen allein wäre vermutlich gut machbar. Sich aber Partner und Platz zu merken, ist wirklich hohe Schule – selbst dann, wenn die Mitspieler die Anleitung mit allen abgebildeten Paaren vor sich liegen haben. Doch Herausforderungen sind dazu da, sie zu meistern, erst recht, wenn sie Spass machen.

Kinder sind bei diesem Spiel besser
In unserem Test kämpfen sich die Erwachsenen lachend durch das Spiel, die Kinder am Tisch räumen fast alle Kärtchenpaare ab. Der Grund dafür, dass Kinder im Memory besser sind, liegt in den Synapsen: Sie verbinden Informationen. Kinder haben doppelt so viele Synapsen als Erwachsene. Im Lauf der Jahre schafft das Gehirn direkte Verbindungen und wird dadurch effizienter – Synapsen-Umwege gehen verloren.

Klingt zu theoretisch? Stimmt. Die beiden Kinder am Tisch verstehen nichts von Synapsen. Aber was es heisst, wenn ihr Pärchenstapel grösser ist als jener der Erwachsenen, haben sie schon lange begriffen: Freudig klatschen sie in die Hände: «Gewonnen!» 

Fazit: Ein witziges Spiel, das bei Erwachsenen den Ehrgeiz weckt, besser zu werden – und gegen Kinder zu gewinnen. Eine hübsche Geschenkidee zu Weihnachten!

«Hund & Herrchen. Das knuffige Memo-Spiel», GeraMond Verlag, ISBN: 978-3-7658-2042-7, ca. Fr. 16.–


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